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Normale Version: Sexuelle Belästigung von Frauen von Plácido Domingo
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https://diepresse.com/home/kultur/klassi...tigung-vor

In der ZIB 1 (oder besser ZIB 7) https://tvthek.orf.at/profile/ZIB-1/1203/ZIB-1/14022749 wurde berichtet, dass der Sänger den Frauen welche mit ihm sexuellen Kontakt hatten, weitergeholfen habe, jedoch jenen die dieses abgelehnt haben, Steine vor den Füßen gelegt hat. Nun mal ehrlich, wenn ich als Frau eine gute Stimme habe, brauche ich keinen "Anschieber" und kann mir meinen Weg machen. Wird vielleicht etwas länger dauern, aber ich brauche nicht meine Beine spreizen. Abgesehen davon, dass dies alles nach derart langer Zeit veröffentlicht wird. Ich finde diese Tussis (sorry für den Ausdruck, aber anders kann ich diese Frauen nicht betiteln) haben wohl nichts anderes verdient.

Nur mal andersrum: was macht ein Mann der an höhere Stelle kommen will?? Soll er den oberen einen blasen oder eine Frau besorgen?? Jeder Mensch ist seines Glückes Schmied und sollte mit dem zufrieden sein was er schaffen kann und nicht versuchen durch "Dienste" sich zu etwas besseren zu machen.
(13.08.2019, 21:59)TomTurbo schrieb: [ -> ]https://diepresse.com/home/kultur/klassi...tigung-vor

In der ZIB 1 (oder besser ZIB 7) https://tvthek.orf.at/profile/ZIB-1/1203/ZIB-1/14022749 wurde berichtet, dass der Sänger den Frauen welche mit ihm sexuellen Kontakt hatten, weitergeholfen habe, jedoch jenen die dieses abgelehnt haben, Steine vor den Füßen gelegt hat. Nun mal ehrlich, wenn ich als Frau eine gute Stimme habe, brauche ich keinen "Anschieber" und kann mir meinen Weg machen. Wird vielleicht etwas länger dauern, aber ich brauche nicht meine Beine spreizen. Abgesehen davon, dass dies alles nach derart langer Zeit veröffentlicht wird. Ich finde diese Tussis (sorry für den Ausdruck, aber anders kann ich diese Frauen nicht betiteln) haben wohl nichts anderes verdient.

Nur mal andersrum: was macht ein Mann der an höhere Stelle kommen will?? Soll er den oberen einen blasen oder eine Frau besorgen?? Jeder Mensch ist seines Glückes Schmied und sollte mit dem zufrieden sein was er schaffen kann und nicht versuchen durch "Dienste" sich zu etwas besseren zu machen.

Zitat aus dem entsprechenden Artikel bei tagesschau.de:

Die Schilderungen der Frauen ähneln sich laut AP-Bericht. Immer wieder habe Domingo die Frauen angerufen, teils auch spät nachts. Er habe Interesse an ihren Karrieren bekundet und ihnen angeboten, ihnen dabei zu helfen. Domingo habe die Frauen gebeten, ihn zu treffen, um für ihn zu singen - oftmals in seinem Apartment oder Hotelzimmer. Viele Frauen hätten nicht gewagt, Nein zu diesen Avancen zu sagen, angesichts der Machtposition von Domingo.

https://www.tagesschau.de/ausland/placid...f-101.html

Machtposition? Was denn für'ne Machtposition? Ist bzw. war (die Vorfälle ereigneten sich angeblich vor 20 bis 30 Jahren) die einzige Möglichkeit, als Opernsängerin engagiert zu werden und auftreten zu können, für einen bereits bekannten Opernsänger die Beine breit zu machen? In seinem Statement gegen die Vorwürfe betont P.D. sinngemäß, davon ausgegangen zu sein, dass diverse Kontakte im Einvernehmen mit den Frauen entstanden sind und dass sich die Verhaltensregeln von damals im Vergleich zu heute wohl geändert haben. Ich hab' echt die Schnauze voll von Frauen, die sich derart prostituieren, um eine erfolgreiche Karriere zu starten und sich dann  nach Jahrzehnten über die Art und Weise, wie sie zu dieser Karriere gekommen sind, beschweren. Einfach mal die Fresse halten und gut.
Nun ja ... 

Da ich selber nie wirklich sexuell blöd bedrängt wurde oder ich beruflich gemobbt wurde ( wie auch, als Mutter, die immer daheim war bei den Kindern ... ), versuche ich zwar immer etwas vorsichtig zu sein, mit Vorurteilen über Frauen, die angeblich ausgenutzt wurden.

Aber dennoch kommt mir das schon immer spanisch vor, wenn Frauen zT nach Jahrzehnten damit rausrücken und in dieser Zeit tatsächlich auch Karriere gemacht haben. 

Einerseits könnens alles und laufen selbstbewusst durchs Leben. Machen zT ja als Schauspielerinnen oder Sängerinnen tolle Karriere und dürfen dabei ja auch nicht irgendwie annähernd schüchtern und verschlossen sein. Und andererseits lässt man ihnen auch die Ausrede, dass sie "halt so verschüchtert waren und die Zeit nicht reif war" oder was auch immer, um früher mit den Anschuldigungen an die Öffentlichkeit zu gehen ... 

Wie gesagt ... war selber nie Opfer. (Oder sah ich mich nie als solches ... ???). Rede mich daher etwas leicht. 
Aber dennoch bin ich immer etwas skeptisch ..
Es wird bald zu der perversen Situation kommen, dass jede Minute unseres Lebens dokumentiert und jedes Wort das wir sagen protokolliert werden muss, um jederzeit den Beweis antreten zu können, dass wir eine uns vorgeworfene schlimme Tat in der fernen Vergangenheit NICHT begangen und ein diskriminierendes Wort NICHT gesagt haben. Verrückte neue Welt. Blödeln
(14.08.2019, 11:31)JaneDoe schrieb: [ -> ]Nun ja ... 

Da ich selber nie wirklich sexuell blöd bedrängt wurde oder ich beruflich gemobbt wurde ( wie auch, als Mutter, die immer daheim war bei den Kindern ... ), versuche ich zwar immer etwas vorsichtig zu sein, mit Vorurteilen über Frauen, die angeblich ausgenutzt wurden.

Aber dennoch kommt mir das schon immer spanisch vor, wenn Frauen zT nach Jahrzehnten damit rausrücken und in dieser Zeit tatsächlich auch Karriere gemacht haben. 

Einerseits könnens alles und laufen selbstbewusst durchs Leben. Machen zT ja als Schauspielerinnen oder Sängerinnen tolle Karriere und dürfen dabei ja auch nicht irgendwie annähernd schüchtern und verschlossen sein. Und andererseits lässt man ihnen auch die Ausrede, dass sie "halt so verschüchtert waren und die Zeit nicht reif war" oder was auch immer, um früher mit den Anschuldigungen an die Öffentlichkeit zu gehen ... 

Wie gesagt ... war selber nie Opfer. (Oder sah ich mich nie als solches ... ???). Rede mich daher etwas leicht. 
Aber dennoch bin ich immer etwas skeptisch ..

"vor jahrzehnten" waren die frauen nicht annähernd so selbstbewusst wie heute.

Das Bürgerliche Gesetzbuch schrieb es vor: Wollte eine Frau arbeiten, musste das ihr Ehemann erlauben. Erst 1977 wurde das Gesetz geändert. Bis 1. Juli 1958 hatte der Mann, wenn es ihm beliebte, den Anstellungsvertrag der Frau nach eigenem Ermessen und ohne deren Zustimmung fristlos kündigen können. In Bayern mussten Lehrerinnen zölibatär leben wie Priester – heirateten sie, mussten sie ihren Beruf aufgeben. Denn sie sollten entweder voll und ganz für die Erziehung fremder Kinder zur Verfügung stehen. Oder alle Zeit der Welt haben, um den eigenen Nachwuchs zu hegen.

Die erste Frau mit eigenem Bankkonto

Bis 1958 hatte der Ehemann auch das alleinige Bestimmungsrecht über Frau und Kinder inne. Auch wenn er seiner Frau erlaubte zu arbeiten, verwaltete er ihren Lohn. Das änderte sich erst schrittweise. Ohne Zustimmung des Mannes durften Frauen kein eigenes Bankkonto eröffnen, noch bis 1962. Erst nach 1969 wurde eine verheiratete Frau als geschäftsfähig angesehen.


und auch diese frauen haben ihren weiblichen fortpflanz immer noch im sinne der unterordnung erzogen. das betraf nicht nur papa und ehemandi, sondern auch männliche obrigkeiten aller art. da ist noch gar keine rede von "sich die karriere erschlafen", sondern männer können ja generell schlecht bis gar nicht mit zurückweisung umgehen. wenn nun etwaige avancen abgelehnt wurden, konnte einem derjenige als bereits superstar in der branche durchaus schwierigkeiten im weiterkommen bereiten, egal welcher ausnahme-sopran o.ä.
schon alleine deshalb, weil frau keinesfalls an der superstarlichen ehre und unwiderstehlichkeit zu kratzen hat.
Die nachträglichen Anschuldigungen tragen bereits Früchte, Opernkonzerte mit P.D. werden gecancelt.


https://www.t-online.de/unterhaltung/sta...go-ab.html


Auszug aus der Meldung t-online:

Die San Francisco Opera verwies auf ihre strenge Richtlinie zur Bekämpfung sexueller Belästigung. Das Haus lege großen Wert darauf, "ein sicheres und geschütztes Umfeld zu schaffen, in dem sich jeder auf seine Arbeit und Kunst konzentrieren kann und in dem Kollegen mit Respekt, Würde und Kollegialität behandelt werden", hieß es in einer Mitteilung am Dienstagabend. Ähnlich äußerte sich das von dem kanadischen Dirigenten Yannick Nézét-Séguin geleitete Philadelphia Orchestra. Die Oper in Los Angeles, deren Generaldirektor Plácido Domingo ist, hat eigene Ermittlungen angekündigt.

Jetzt können sich die sogenannten "Opfer" gemütlich zurücklehen und gegenseitig beweihräuchern.
"Audacter calumniare, semper aliquid haeret." Bad
Liebe @shalimar .. 

"Die Ereignisse liegen 20 bis 30 Jahre zurück." , steht in dem Bericht aus dem link.
Das war also in den späten 80ern und 90ern! Erstens waren da die Frauen echt schon lange emanzipiert und zweitens war konkret die Dame auf dem Bild, Patrizia Wulf, demnach auch seinerzeit nimmer so ganz die allerjüngste. 

Ich will wie gesagt nichts beschönigen oder verharmlosen. Aber ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass man einerseits in den 80ern und 90ern von unterdrückten Frauen noch sprechen kann und andererseits - wie ich schon in meinem ersten Kommentar ähnlich erwähnte - nicht gleichzeitig ein verschrecktes Ducksmäuschen sein UND auf der Bühne vor vielen Leuten singen. Es gehören immer zwei dazu.
(14.08.2019, 18:59)JaneDoe schrieb: [ -> ]Liebe @shalimar .. 

"Die Ereignisse liegen 20 bis 30 Jahre zurück." , steht in dem Bericht aus dem link.
Das war also in den späten 80ern und 90ern! Erstens waren da die Frauen echt schon lange emanzipiert und zweitens war konkret die Dame auf dem Bild, Patrizia Wulf, demnach auch seinerzeit nimmer so ganz die allerjüngste. 

Ich will wie gesagt nichts beschönigen oder verharmlosen. Aber ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass man einerseits in den 80ern und 90ern von unterdrückten Frauen noch sprechen kann und andererseits - wie ich schon in meinem ersten Kommentar ähnlich erwähnte - nicht gleichzeitig ein verschrecktes Ducksmäuschen sein UND auf der Bühne vor vielen Leuten singen. Es gehören immer zwei dazu.

ich meine aber unterordnung seitens der frau mit rücksicht auf ihre eigene karriere und nicht aus schüchternheit. hätte sie szt. domingo angezeigt, wäre 100pro SIE gefeuert worden und nicht er als einer der gaaanz oberen, publikumsliebling und -magnet.
abgesehen davon gibts durchaus künstler, die völlig in ihrem metier aufgehen und das publikum während einer aufführung gar nicht wahrnehmen, jedoch privat total introvertiert sind.

wie lange hats gedauert, bis sich die missbrauchten aus den kinderheimen und und klöstern geoutet haben? lehrer und die geistlichkeit waren ja auch über jeden verdacht erhaben und hätten einen allfälligen mutigen anzeiger einfach fertig gemacht.
(14.08.2019, 19:15)shalimar schrieb: [ -> ]wie lange hats gedauert, bis sich die missbrauchten aus den kinderheimen und und klöstern geoutet haben? lehrer und die geistlichkeit waren ja auch über jeden verdacht erhaben und hätten einen allfälligen mutigen anzeiger einfach fertig gemacht.

Ich denke nicht, dass man die Missbrauchsfälle in Kinderheimen und Klöstern mit dem vorliegenden Fall vergleichen kann. Die Kinder hatten keine Wahl, die angehenden Sängerinnen aber sehr wohl.
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