agustabell206
(Stubenhocker)
****

Registriert seit: 21.05.2014
Geburtstag: 29.07.1957 (62 Jahre alt)
Ortszeit: 15.09.2019 um 20:37
Status: Offline

Informationen über agustabell206
Registriert seit: 21.05.2014
Letzter Besuch: Vor 9 Stunden
Beiträge (gesamt): 355 (0,18 Beiträge pro Tag | 0.36 Prozent aller Beiträge)
(Alle Beiträge finden)
Themen (gesamt): 1 (0 Themen pro Tag | 0.08 Prozent aller Themen)
(Alle Themen finden)
Gesamte Onlinezeit: 2 Wochen, 6 Stunden, 9 Minuten, 57 Sekunden
Empfohlene Benutzer: 0
Total Likes Received: 1.026 (0,53 per day | 2.4 percent of total 42780)
(Find All Threads Liked ForFind All Posts Liked For)
Total Likes Given: 874 (0,45 per day | 2.04 percent of total 42787)
(Find All Liked ThreadsFind All Liked Posts)

Kontaktdetails für agustabell206
E-Mail: agustabell206 eine E-Mail schicken.

Zusätzliche Informationen über agustabell206
Geschlecht: Mann

agustabell206's Most Liked Post
Post Subject Numbers of Likes
RE: NEOS 11
Thread Subject Forum Name
NEOS Österreich
Post Message
(22.06.2019, 23:42)ana6 schrieb:
(22.06.2019, 21:59)Charles schrieb:
(21.06.2019, 15:31)ana6 schrieb:
(20.06.2019, 17:14)Charles schrieb:
(19.06.2019, 23:22)ana6 schrieb: Sei mir nicht bös, aber das ist mir zu "schwammig". In Österreich gibt's keine erkennbare "Willkommenspolitik" und auch EU-weit ist da weit und breit nichts zu sehen. Die Asylpolitik vieler europäischer Länder ist ziemlich streng, die Umsetzung vielleicht nicht immer besonders gelungen. Da kann man sicher nachbessern. Aber die gesetzlichen Voraussetzungen sind europaweit geschaffen. 


Der respektvolle Umgang mit anderen Menschen ist keine "übertriebene Willkommenspolitik", sondern eine Selbstverständlichkeit unter zivilisierten Menschen.


Was sonst möchtest du tun? Flüchtlinge an den Außengrenzen mit Waffengewalt am Überschreiten der Grenzen hindern? Auf Jugendliche, Frauen und Kinder schießen? 

Bei allem Verständnis für die Sorgen und Ängste, die mit Zuwanderung für die autochthone Bevölkerung verbunden sind, kann ich einfach keine vernünftigen Wege, die zu einer Verbesserung der Situation führen erkennen, als die Förderung von Integration. Alles andere sind vorgekaute parteipolitische Phrasen und keine konkreten Vorschläge, die man auch umsetzen könnte.

Zum "respektvollen Umgang mit anderen Menschen" möchte ich schon noch etwas sagen: ja, ich habe Respekt vor Afghanen, Somaliern, Tschetschenen etc.
Vielleicht habe ich vor ihnen sogar mehr Respekt als so mancher Linker. Denn ich möchte sie nicht nach einem von mir selbst geschaffenen Weltbild ummodeln und dergestalt dann "integrieren". Im Unterschied zu so manchen Linken verstehe ich, dass deren Lebenskonzept und deren Religionsauffassung eine komplett andere ist als dies hierzulande der Fall ist. Und ich respektiere sie insofern als ich gar nicht den Versuch unternehme ihr Lebenskonzept so zu verändern, dass sie sich hierzulande integrieren können. Es ist aber auch der gleiche Respekt,  der mir sagt, dass deren Lebenskonzept und das unsere nicht miteinander kompatibel sind und dass daher ein Zusammenleben vollkommen unmöglich ist.
Kurz und gut: ich respektiere die Afghanen - in Afghanistan, die Tschetschenen - in Tschetschenien, die Somalier - in Somalia.  
Jedes Volk hat das Recht, in seinem eigenen Land nach seinen Sitten und Gebräuchen zu leben. Das gilt im übrigen auch für uns selbst.
Das ist eine ziemlich zynische Betrachtungsweise. Jemanden zu respektieren bedeutet auch seine "Eigenheiten" zu respektieren. Solange sich jemand an die Gesetze unseres Landes hält, verdient er Respekt von seinem Umfeld. Mir gefallen viele Dinge an "fremden Kulturen" nicht, ich mag aber auch nicht jede Eigenheit der Österreicher .... ich kann Verhaltensweisen respektieren, auch wenn ich sie nicht annehmen möchte, solange sie mich in meiner persönlichen Freiheit nicht einschränken.

Liebe Anna,

ich habe über Dein Posting länger nachgedacht und komm erst jetzt dazu näher zu präzisieren,  was ich unter einem respektvollen Umgang verstehe. Du meintest, ich hätte hier eine ziemlich zynische Betrachtungsweise.
Nur einmal ein Beispiel: vor längerer Zeit gab es im ORF einen Bericht über Gastfamilien,  die Flüchtlinge beherbergen.  Wurde natürlich alles in einem rosaroten Licht gezeichnet.  Eine Gastfamilie hat über die bei ihnen wohnenden Afghanen erzählt. Die Familie meinte, dass die Afghanen in religiösen Angelegenheiten ein wenig "streng" wären.  So weigerte sich ein Afghane,  im Gastgewerbe einen Job anzunehmen,  da er ja dann Gläser in die Hand nehmen müsste, die Alkohol enthalten.  Ich würde das allerdings nicht als ein bissi streng, sondern als religiösen Fanatismus bezeichnen. Aber jetzt kommt der entscheidende Punkt: ich verstehe und respektiere die Afghanen. Wer sagt denn, dass man ein Glas anfassen darf, in dem Alkohol enthalten ist? Das ist in unserer Kultur so wie auch viele anderen Dinge in unserer Kultur, beispielsweise der Umgang mit Frauen so ist. Wer gibt uns das Recht, die Afghanen von ihrem eigenen Lebenskonzept abzubringen. Ist es nicht gerade die ungeheuerliche Arroganz der Westlinken, die glaubt, die einzig richtige Lebensform gefunden zu haben und jetzt alle Völker dieser Erde in ihrem Sinne erziehen zu wollen? Ist nicht gerade die Aufforderung zur Integration zynisch, wenn man bedenkt, wie verschieden die Lebenskonzepte sind?
Was also ist zynischer: solchen Leuten zu sagen, eure Kultur ist mit unserer nicht kompatibel und ihr seid daher gut beraten, euch nach anderen Ländern umzusehen, in deren Kultur ihr besser passt?
Oder ist es nicht am Ende zynischer, ja respektlos,  solchen Leuten zu sagen, ihr dürft bleiben, aber ihr müsst euch integrieren? 
Denn was bedeutet Integration? Die Grundwerte des Westens zu akzeptieren, die unter anderem besagen, dass die Gesetze des Staates über jenen der Religion stehen, dass Religion Privatsache ist usw.

Nein, so respektlos bin ich nicht, dies unseren Flüchtlingen abzuverlangen. Ich bin ehrlicher und sage ihnen klar: Ihr gehört nicht hierher, sucht euch ein anderes Land.
Nur als Anmerkung: ich rede selbstredend nicht pauschal von allen Flüchtlingen.  Sondern nur von solchen, deren Kultur mit unserer nicht kompatibel ist . Allein diese Inkompatibilität anzuerkennen,  ist auch ein Zeichen von Respekt. Und das ist kein Zynismus.

Integration bedeutet für mich jemanden in die Gesellschaft einzugliedern. Mit allen Rechten und Pflichten. Sprache, Bildung, Arbeitsmarkt sind die wichtigsten Maßnahmen, die Integration gelingen lassen. Jeder, der hier lebt, muss sich als Teil der Gesellschaft in diese einbringen. Integration ist also ein permanentes Geben und Nehmen.

Wenn jemand nicht in die Gesellschaft integrierbar ist, aus welchem Grund auch immer, dann regelt das "die Gesellschaft" ohne spezielles Eingreifen irgendeiner Institution oder Behörde. Um bei deinem Beispiel zu bleiben: der Afghane, der aus religiöser Überzeugung ein Glas nicht anfassen und damit nicht in der Gastronomie arbeiten kann, der wird eben ohne Job bleiben. Ohne Job wird er keine Gelegenheit haben die Sprache besser zu erlernen und vor allem wird er keine Einkünfte haben. So wird Integration nicht gelingen und es wird für den Afghanen besser sein, sein Glück in einem anderen Land zu versuchen. Da hast du nicht unrecht.

Wenn wir über die Integration von Migranten nachdenken, dann dürfen wir schon erwarten, dass sich Migranten größte Mühe geben sich in unsere Gesellschaft einzugliedern. Ihre Einreise ist ja gewollt und wahrscheinlich gut vorbereitet; die Betroffenen müssen ja gewusst haben, welch kulturelles Umfeld sie in ihrer zukünftigen Heimat erwartet. Eine Einwanderung nach Österreich unterliegt klar definierten Regeln; Österreich hat die Aufgabe Einwanderern die sie ins Land lässt, jede Hilfe zu geben die sie brauchen und umgekehrt haben Migranten alles zu unternehmen, um hier vernünftig Fuß zu fassen.

Völlig anders schaut es beim Asylwerber aus: hier dient Integration dazu, ein zeitlich begrenztes, möglichst reibungsfreies Miteinander zu sichern. Sprache, das Vermitteln von Werten, Hinweis auf die gesetzlichen Bestimmungen im Land sind die Eckpfeiler. Asylwerber haben sich in der Regel nicht mit dem Gastland ausreichend beschäftigt, sondern sich eher mit der Flucht aus der Heimat auseinandergesetzt. Das ist auch der Grund für die unglaublichen Spannungen, die in den letzten Monaten und Jahren entstanden sind. Die Erwartungshaltung ist von beiden Seiten zu groß. Von den Asylwerbern und von der autochthonen Bevölkerung.

Ana,

die Gesellschaft regelt gar nichts.
Wenn der Brüllbartvater in der Schule auftaucht und Tango macht weil seine Muslimatochter nicht am Kochunterricht teilnehmen darf, weil da auch
Schweinefleisch verkocht wird, kriegt höchstens die/der SchulleiterIn eine ordentliche auf den Deckel, weil sie nicht freudig auf diese
Bereicherung reagiert hat.
Und das war jetz nur ein Beispiel von vielen.