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Wie kippt der Schuldenturm? - Druckversion

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Wie kippt der Schuldenturm? - brela - 19.07.2019

Der wichtigste Destabilisierungsfaktor für unsere Gesellschaft ist kurzfristig weder der Klimawandel,
die Migrationskrise noch die Dauerkrise der EU, sondern der Zustand unseres Finanzsystems:

Wir leben in einer Zeit massiver, stetig wachsender privater und öffentlicher Überschuldung; und wie alle
solche Phasen wird auch diese mit einem Crash enden.
Die Frage ist nur, welche Art von Crash uns dieses Mal bevorsteht.
Denn Finanzkrisen nehmen verschiedenen Gestalten an.
Wichtige Formen sind der Staatsbankrott, die Bankenkrise und die Währungskrise.
Derzeit sieht es so aus, als sei die nächste Krise wieder eine Bankenkrise, und das hat folgende Gründe.

weiter geht es da:

https://www.achgut.com/artikel/wie_kippt_der_schuldenturm


RE: Wie kippt der Schuldenturm? - energy007 - 19.07.2019

Unser Finanzsystem ist auf dem Prinzip „WACHSTUM ODER INSOLVENZ“ aufgebaut. Solange z. B. in einer Arztpraxis quasi „gebetet“ werden muss, dass genügend Kranke kommen, unterliegen wir den Regeln des monetären Vampirismus.






Wachstum oder Insolvenz funktioniert unabhängig von der Währung, unabhängig ob aus dem Nichts geschöpft oder mit Edelmetallen gedeckt. Die Währungen im Crash-Jahr 1929 waren bekanntlich alle durch Gold gedeckt.
Die Zinsen beschleunigen nur dieses Prinzip, sie sind nicht der Auslöser.
Wie Geld in den Wirtschaftskreislauf kommt, kann man am besten in der ORF Sendung MONEYMAKER sehen. Dazu man braucht nur die 30 Sekunden in der „Gelddusche“ rückwärts ablaufen lassen. Ein Kreditnehmer, ob ein einzelner oder der Staat, wirft sozusagen das per Kredit aus dem Nichts erzeugte Geld in die „Wirtschaft“. Nach 30 Sekunden hat er nichts mehr. Im Gegenteil, er muss mehr zurückzahlen, als es überhaupt Geld gibt. Nur für einige ganz wenige kommt dann das Geld „von der Decke“, dafür aber permanent.Wenn es durch zu geringes oder gar fehlendes Wirtschaftswachstum zu wenige Kandidaten gibt, die per Kredit die „Wirtschaftsmaschine“ oder das Förderband zu den Reichen und Superreichen (1 bis 2 %, die mehr als der Rest der Menschheit besitzen) füttern, dann kommt die große Ebbe, auch Schuldenkrise genannt, die dann ALLE trifft, „gerechterweise“ auch die selbstgerechten Systemgläubigen.
Eine ganz kleine Minderheit besitzt derzeit einen Großteil des Vermögens. Man könnte meinen, sie selbst hätten bereits genug. Könnte sein, aber noch mehr Geld bedeutet auch noch mehr Macht und ein fehlender Machtzuwachs wäre für jene sehr „beunruhigend“.

Was wir aus Sicht dieser kleinen „Elite“ nicht sollen, ist darüber zu diskutieren, ob wir vielleicht ein Finanzsystem brauchen das sich nach den Ausgleichsregeln der Atmosphäre orientiert. Solange aber lediglich die Vorzüge zwischen „Kapitalismus“, dem „Blutspenden“ von der rechten bzw. „Sozialismus“ dem von der linken „Armvene“ auf der Tagesordnung stehen, besteht keine Gefahr für die wenigen Nutznießer dieses Systems.



RE: Wie kippt der Schuldenturm? - walderich - 02.09.2019

Die Fed kann entscheiden, ob Trump weiter Präsident bleibt oder nicht, denn wer den Dollar kontrolliert hat die wirkliche Macht.

Powell hat in seiner Jackson Hole-Rede gesagt, in der er einen Abschnitt den laufenden Handelskriegen von Trump widmete, Donald Trumps Handelskrieg mit China untergräbt immer wieder das Vertrauen von Unternehmen und Verbrauchern und verschlechtert die wirtschaftlichen Aussichten.

Diese von Trump fabrizierte Katastrophe stellt die Federal Reserve vor ein Dilemma: Soll sie den Schaden, den er anrichtet durch kompensierende Impulse mildern oder sich weigern, mitzuspielen?

Wollen die Mächte hinter der Fed, die eine Privatbank ist, Trump weiter einen Scherbenhaufen anrichten lassen oder nicht? Wollen sie ihn weitere vier Jahre im Amt haben oder nicht?

Interessant ist was der Chef der Bank of England (BOE) in seiner Rede in Jackson Hole gesagt hat. Er gab zu, die Tage des Dollars als Weltreservewährung seien vorbei und wird durch eine "synthetische Währung" ersetzt.

Aber was aufhorchen hat lassen war seine Aussage: "Frühere Fälle von sehr niedrigen Zinsen fielen tendenziell mit risikoreichen Ereignissen wie Kriegen, Finanzkrisen und Brüchen im Währungssystem zusammen."

Hallo, hör ich richtig???

Was haben uns aber die Chefs der Fed, der EZB und der SNB seit Jahren gesagt? Nur niedrigere Zinsen können eine wirtschaftliche Erholung auslösen und eine höhere Inflation anregen (als ob das gut wäre), damit es wieder aufwärts geht.

In Europa und in Japan ist diese Zinsreduktion bereits unter Null und ins Minus erfolgt ... völlig verrückt!


RE: Wie kippt der Schuldenturm? - frankenstein - 02.09.2019

gott sei dank habe ich diesen schuldenturm nicht am hals.
dieser wird nicht so schnell kippen würde ich sagen, aber die, die ihn am hals haben, denen vergönne ich ihn.

ob die welt auf schulden steht oder nicht ist ja eigentlich egal, denn sie steht ja. (man könnte ja sagen alle schulden sind erlassen und bei null anfangen - das wäre jedoch falsch, denn die schulden wären  bald wieder gleich groß und zwar mit den genau den selben machenschaften wie jetzt). also gut das es schulden gibt bzw. das es den druck durch schulden gibt.

ungerecht ist die welt sowieso. die hohen schulden könnten die welt gerechter machen, denn irgendwann wird auch das privilegierteste staatssystem zb. bei militärausgaben sparen müssen, oder insolvent gehen - das kann es nicht, denn wer soll das feststellen? werden in zukunft die zinsen auf null gestellt? und kann man so schulden machen ohne ende? eventuell. jedoch wäre das das ende von geldgeschäften - auch kein fehler!