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SACHWALTSCHAFT in ÖSTERREICH - Druckversion

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SACHWALTSCHAFT in ÖSTERREICH - putzmunter - 09.11.2014

Wie schnell wird eigentlich in Österreich die Sachwaltschaft über einen Menschen verhängt?
Meiner Meinung nach sehr schnell, besonders dann wenn ein Vermögen vorhanden ist.
Die Sachwalter verdienen sich eine krumme Nase, der Besachwaltete bekommt gerade das Nötigste wenn überhaupt.
Herauskommen kann man aus dem nicht!

 Selbst dann wenn man Verwandte hat die einem gerne betreuen würden!
Man kann sich zwar aussuchen, wer im Falle des Falles die Entscheidungen im Alltagsleben übernehmen soll, aber sicher ist das nicht!
Das Gericht bestimmt bei uns- nicht der Mensch!
Hat ja auch gute Gründe.
ptzm.


RE: SACHWALTSCHAFT in ÖSTERREICH - radamanthys - 09.11.2014

https://www.help.gv.at/Portal.Node/hlpd/public/content/290/Seite.2900000.html

Herauskommen tust du, wenn du geistig wieder fit bist - was bei Alzheimer eher selten vorkommt :LaieA_059:


RE: SACHWALTSCHAFT in ÖSTERREICH - putzmunter - 09.11.2014

(09.11.2014, 12:31)radamanthys schrieb: https://www.help.gv.at/Portal.Node/hlpd/public/content/290/Seite.2900000.html

Herauskommen tust du, wenn du geistig wieder fit bist - was bei Alzheimer eher selten vorkommt :LaieA_059:
Es war aber vor kurzem ein Bericht im ORF Konkret, da war das ältere Paar im Fernsehen, also ich fand normal.
Es ging darum, dass die Frau ein Grundstück verkaufen wollte um Geld zu bekommen, damit sie ihren Mann behinderten gerecht pflegen kann.
Einer von den Verwandten hatte Angst zuwenig Geld zu bekommen und ging zu Gericht beklagte sich, dann wurde der Verkauf des Grundstückes verboten, und der Mann bekam einen Sachwalter!
ptzm.


RE: SACHWALTSCHAFT in ÖSTERREICH - radamanthys - 09.11.2014

Ich hab den Bericht nicht gesehen, nehme aber an, dass das Grundstück nicht der Frau allein gehört hat.

Und für die "Pflege" gehört eigentlich das Pflegegeld.

Jedenfalls wenn ein Sachwalter nicht ordentlich wirtschaftet, dann verklagen die Erben die Republik (Amtshaftung) und die Allgemeinheit darf/muss zahlen.

(So wie bei den Mündelgeldern, die in Immobilienaktien angelegt wurden. >>> Daraus folgt: Ist der Sachwalter ein Anwalt, hat der wenigstens eine Haftpflichtversicherung, die mitzahlt.)


RE: SACHWALTSCHAFT in ÖSTERREICH - gloriaviennae - 10.11.2014

Es gibt aber bei den Sachwaltern vermutlich solche und solche.

Als mein Großvater im PH lag, hat meine Cousine, die ihn auch sehr viel besucht hat, um die Sachwalterschaft angesucht.
Weil es aber Diskrepanzen mit der Familie seiner Frau (die nicht unsere Großmutter war, die hat er später geheiratet) gab, hat sie sie nicht bekommen, es hieß, da gibt es Probleme in der Familie.
Das war aber IHRE Familie, die wir gar nicht kannten - wir haben auch nur per Zufall erfahren, dass er überhaupt im PH lag - die waren dort auch von den Socken, als wir (seine Tochter und zwei Enkeltöchter) auf einmal dort aufgekreuzt sind, die wussten gar nix von uns, die haben uns einfach verschwiegen....:wonky:
Seine Frau ist GsD 5 Wochen vor ihm verstorben (auch in dem PH) und wir haben dann diesem Sachwalter mitgeteilt, dass die Wohnungsschlüssel von ihm kursieren - unter anderem hatte sie eine ehemalige Heimhelferin der beiden, bzw. die Verwandtschaft seiner Frau.
Dem war das aber sowas von egal, er hat sich überhaupt nicht darum gekümmert, wie ich ihn angerufen hab.
Erst als der Großvater dann verstorben ist und wir die Behördenwege erledigt haben - die Sterbeurkunden besorgt, etc., haben wir uns die Schlüssel vom Notar geholt und sofort das Schloß ausgetauscht.
Da war es aber schon zu spät, alles, was es zum Abstauben gab, war da schon längst weg.:wonky:

Aber ich glaub, in Österreich ist das Gesetz nicht ganz so schlimm wie in D - da wirst du so schnell unter Sachwalterschaft gestellt, so schnell kannst du gar nicht schauen. Da reicht es schon, wenn irgendjemand den Verdacht äussert, du könntest nicht mehr selbstständig leben.
Und dann haben die Verwandten ein echtes Problem - die dürfen nämlich dann gar nix mehr. Die Ehegatten sind dann total entrechtet, dürfen nix mehr entscheiden, nicht mehr mitreden, usw.


RE: SACHWALTSCHAFT in ÖSTERREICH - dongabor - 10.11.2014

...
Kann man eigentlich beizeiten (also noch im Zustand der vollen geistigen Zurechnungsfähigkeit)
selbst bestimmen, w e m  man die Sachwalterschaft, im Fall des Falles, überantworten möchte ?


Ich hätte es z.B. gerne, daß meine Gattin das übernähme und auf keinen Fall sonstige Angehörige.


RE: SACHWALTSCHAFT in ÖSTERREICH - radamanthys - 10.11.2014

Ja, kannst du don: https://www.help.gv.at/Portal.Node/hlpd/public/content/290/Seite.2900209.html

@ Gloria: Dass dem Sachwalter die Wohnungsschlüssel egal waren, kann ich nachvollziehen:

1) ist Stehlen eh verboten und
2) Hat er sicher noch nie etwas Wertvolles in einer Wohnung gefunden

(Wertvoll im Sinne von zu Geld zu machen).


RE: SACHWALTSCHAFT in ÖSTERREICH - dongabor - 10.11.2014

(10.11.2014, 15:28)radamanthys schrieb: Ja, kannst du don: https://www.help.gv.at/Portal.Node/hlpd/public/content/290/Seite.2900209.html

Danke, @rada !
Dein Tipp war kurz, prägnant, zielführend und somit sehr hilfreich.
Bin demnächst mit Frau Don beim Notar. (Ma waaß jo nie, wos kummt, ned woa?)


RE: SACHWALTSCHAFT in ÖSTERREICH - porpur - 10.11.2014

Natürlich geht das " DON " mein Schwager hat das schon vor vielen Jahren gemacht , das nur alles meine Schwester bekommt und die Hand darauf hat
Und gut war es , weil das er vor 2 1/2 starb ( zu zeitig ) hatte damals doch niemand gerechnet ...
Absichern ist immer gut !
Ich habe es auch so gemacht , das nur meine 3 Kinder Entscheidungen treffen dürfen,beim Notar ! Das war mir die paar Hundert Euro wert !
pp


RE: SACHWALTSCHAFT in ÖSTERREICH - floh100 - 10.11.2014

Mein Sachwalter darf mir ein dickes Sparbuch anlegen, dann kann er sich ein paar % abziehen, oder er legt das Amt gleich zurück.:cry:Daumen hoch
Das ist ja das Gute an der Sache, nur die G`stopften werden so übervorteilt. :kuck: