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Windrad-Schrott - Druckversion

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Windrad-Schrott - brela - 04.11.2019

Das 70.000-Tonnen-Problem der Energiewende
Nächste Hiobsbotschaft für die deutsche Windkraft: Ausgerechnet das Umweltbundesamt warnt vor einem Entsorgungsproblem von ausgedienten Rotoren. Doch damit nicht genug:
Bei den Betreibern klafft eine 300-Millionen-Euro-Lücke.

Laut der Studie des Umweltbundesamts fallen Tausende Tonnen Rotorblattschrott an, wenn in den
nächsten Jahren immer mehr Windräder der ersten Generation das Ende ihrer 20- bis 30-jährigen
Lebensdauer erreichen.
Allein im Jahr 2021 sind es demnach mehr als 50.000 Tonnen sogenannte GFK-Verbundwerkstoffe. Bis zum Jahr 2038 kann der Abfallberg in der Spitze auf mehr als 70.000 Tonnen pro Jahr ansteigen.
Verbundwerkstoffe mit verklebten Glas- und Kohlenstofffasern seien „bislang jedoch schwer zu verwerten“, warnt das Umweltbundesamt.
In Deutschland gebe es lediglich eine einzige spezialisierte Verwertungsanlage für solche Abfälle.

https://www.welt.de/wirtschaft/article202835056/Windrad-Schrott-Das-70-000-Tonnen-Problem-der-Energiewende.html


RE: Windrad-Schrott - Newmodelarmy - 07.11.2019

Trotzdem noch besser als Atomschrott.


RE: Windrad-Schrott - schroedinger - 07.11.2019

(07.11.2019, 08:10)Newmodelarmy schrieb: Trotzdem noch besser als Atomschrott.


Das sehe ich ganz anders. Zigtausend Tonnen Schrott und Umweltbomben? Wohin damit? Dazu die Umweltzerstörungen und das Vogel- und Artenssterben. Auch die ganzen E-Autos sind tickende Umweltbomben.

Aber hauptsache Grün. Hysterie ist immer toll. :@


RE: Windrad-Schrott - Raptor - 07.11.2019

(07.11.2019, 09:52)schroedinger schrieb:
(07.11.2019, 08:10)Newmodelarmy schrieb: Trotzdem noch besser als Atomschrott.


Das sehe ich ganz anders. Zigtausend Tonnen Schrott und Umweltbomben? Wohin damit? Dazu die Umweltzerstörungen und das Vogel- und Artenssterben. Auch die ganzen E-Autos sind tickende Umweltbomben.

Aber hauptsache Grün. Hysterie ist immer toll. :@
 Und der Atommüll, der jahrelang irgendwo herumsteht, bis die Tonnen verrosten und sich die Nachfolge-Generationen drum kümmern müssen, ist besser, weil?
Wenn man bedenkt, wie viel das in den letzten 50 Jahren sein muss, kann einem Angst und Bange werden.


RE: Windrad-Schrott - schroedinger - 07.11.2019

(07.11.2019, 11:09)Raptor schrieb:
(07.11.2019, 09:52)schroedinger schrieb:
(07.11.2019, 08:10)Newmodelarmy schrieb: Trotzdem noch besser als Atomschrott.


Das sehe ich ganz anders. Zigtausend Tonnen Schrott und Umweltbomben? Wohin damit? Dazu die Umweltzerstörungen und das Vogel- und Artenssterben. Auch die ganzen E-Autos sind tickende Umweltbomben.

Aber hauptsache Grün. Hysterie ist immer toll. :@
 Und der Atommüll, der jahrelang irgendwo herumsteht, bis die Tonnen verrosten und sich die Nachfolge-Generationen drum kümmern müssen, ist besser, weil?
Wenn man bedenkt, wie viel das in den letzten 50 Jahren sein muss, kann einem Angst und Bange werden.

Nein, das wird er nicht. Der kann wiederverwendet werden.

Kernkraftwerke der Zukunft
Deutschlands nichtnuklearen Sonderweg gehen wohl nur die wenigsten Länder mit. Im Gegenteil, anderswo entwickelt man mit Hochdruck die Atomkraft der nächsten Generation.


https://www.spektrum.de/news/kernkraftwerke-der-zukunft/1527265

Strom aus Atommüll: Schneller Reaktor BN-800 im kommerziellen Leistungsbetrieb

Ein wesentlicher Punkt, der zu dieser Entscheidung führte, ist die Fähigkeit des BN-800, nicht nur Uran, sondern auch Plutonium und die übrigen Transurane als Brennstoff zu nutzen. Diese hochradioaktiven und langlebigen Stoffe fallen beim Betrieb üblicher Kernreaktoren als Atommüll an und lassen sich dort nicht weiter verwerten. Allerdings enthalten diese Abfälle noch 96 Prozent der ursprünglich im Kernbrennstoff steckenden Energie, also fast alles. Schnelle Reaktoren wie der BN-800 sind in der Lage, diese Energie freizusetzen und Strom daraus zu gewinnen. Die bessere Brennstoffausnutzung führt zu viel weniger Reststoffen, die außerdem erheblich geringere Halbwertszeiten aufweisen und somit viel schneller abklingen.
Russland will die Abfälle herkömmlicher Leichtwasserreaktoren reyclen und das Atommüllproblem innerhalb der nächsten Jahrzehnte mit Hilfe Schneller Reaktoren lösen. Fachleute nennen das Atommüll-Recycling auch das »Schließen des Brennstoffkreislaufs«. Der BN-800 ist für Russland ein wichtiger Meilenstein auf diesem Weg. Er zeigt, dass das Verfahren funktioniert – und zwar nicht nur im Labor oder mit einem Forschungsreaktor, sondern in einer industriellen Großanlage im kommerziellen Leistungsbetrieb mit einer planbaren und zuverlässigen Einspeisung von 800 Megawatt in das Stromnetz der Oblast Swerdlowsk.


https://nuklearia.de/2016/12/09/strom-aus-atommuell-schneller-reaktor-bn-800-im-kommerziellen-leistungsbetrieb/

Deutschland hat halt den Anschluß verpasst, aber der Rest der Welt dreht sich weiter.


RE: Windrad-Schrott - Newmodelarmy - 07.11.2019

@'schrödinger'

Ich bin nicht gegen Atomkraft, aber es geht auch hier darum, wie viel Energie für eine Wiederaufbereitung aufgewendet werden muss. Es gibt ja sogar die 'Transmutation", bei der radioaktive Isotope in andere Elemente umgewandelt werden, die bei weitem weniger lang strahlen. Nur ist das noch lange nicht praxistauglich. 

https://www.welt.de/wissenschaft/article9637790/Atommuell-wird-in-20-Jahren-nicht-mehr-strahlen.html


​​​​​​Ich habe vor einigen Tagen ein Video über den Rückbau eines AKWs gesehen. Das kostet mehr als der Bau und ist mit unglaublichem Aufwand verbunden. Und AKWs werden spätestens nach 50 Jahren baufällig. 



RE: Windrad-Schrott - Raptor - 07.11.2019

Wenn es funktioniert ist es einerseits positiv, weil ein Problem gelöst ist.

Wobei halt immer noch das Sicherheitsproblem bleibt...

Wenn mal irgendwas mit einem Reaktor ist (obwohl es eigentlich nicht möglich sein sollte, das was ist) brennt am ganzen Kontinent der Hut.
Trotz aller Sicherheitsstandards arbeiten Menschen in den Kraftwerken. Und wo Menschen arbeiten, passieren Fehler.

Wenn mal ein Windrad umfällt ist das halt relativ wurscht. ;-)


RE: Windrad-Schrott - schroedinger - 07.11.2019

(07.11.2019, 13:05)Raptor schrieb: Wenn es funktioniert ist es einerseits positiv, weil ein Problem gelöst ist.

Wobei halt immer noch das Sicherheitsproblem bleibt...

Wenn mal irgendwas mit einem Reaktor ist (obwohl es eigentlich nicht möglich sein sollte, das was ist) brennt am ganzen Kontinent der Hut.
Trotz aller Sicherheitsstandards arbeiten Menschen in den Kraftwerken. Und wo Menschen arbeiten, passieren Fehler.

Wenn mal ein Windrad umfällt ist das halt relativ wurscht. ;-)


Ein Windrad richtet halt vorher schon enormen Schaden an. Gut wenn sie alle umfallen würden, oder besser, gar nicht aufgestellt. ;)


RE: Windrad-Schrott - walderich - 11.11.2019

Der Dieb ruft „Haltet den Dieb“ – oder AKK ruft nach „mehr Markt am Energiemarkt
In einem aktuellen Artikel „Mehr Markt am Energiemarkt“ der Zeitschrift für das gesamte Recht der Energiewirtschaft (EnWZ) 10/2019, S. 337-384 verteidigt die CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer den CDU-Parteibeschluß „Klimaeffizientes Deutschland – Mit Innovationen in die Zukunft“, dessen Inhalt sich teils auch im „Klimapaket“ der GroKo wiederfindet. Darin betont KrampK das marktwirtschaftliche Element der als planwirtschaftlich verrufenen Klimapolitik. Eine Mogelpackung.
Die Deutsche Bahn bewirbt ihre ICE-Züge bekanntlich mit dem Slogan „CO2-neutral“, obwohl der Strom zum Gutteil aus dem größten Kohlekraftwerk Europas in Mannheim kommt. Der Slogan ist juristisch trotzdem möglich, da die DB Klimazertifikate von norwegischen Wasserkraftanbietern kauft, die schon Jahrzehnte die natürliche Energiequelle des Landes nutzen, auch ganz ohne Weltuntergangstheorie. Diese Zertifikate stellen die „Luftrechte“ der Klima-Profiteure dar. Sie fungieren praktisch als Aktien, die Spekulanten wie Gretas Vater, Svante Thunberg, an eigenen Börsen handeln können. Man kauft also die Papiere und beobachtet die Marktpreise. Manche Schelme können durch gezielte PR mit kleinen behinderten Mädchen die Nachfrage sogar selbst steuern (ist das nicht Insiderhandel?).
Was sagt Annegret Kramp-Karrenbauer zum Thema? Zitat:
Zitat:„Im Sinne einer umfassenden Nachhaltigkeit denken wir dabei konsequenten Klimaschutz zusammen mit Sozialem und Wirtschaft. Unsere Leitlinien sind daher Innovationen und Technologieoffenheit statt Verbote und Verzicht. Wir wollen daß Deutschland beim Klimaschutz einen Innovationsturbo zündet. Für diese Ziele wollen wir mit einem Zertifikatehandel auch in den Bereichen Gebäude und Verkehr den CO2-Ausstoß marktorientiert wirksam deckeln. Damit wären weitergehende Emissionsvorgaben für diese Einzelsektoren nicht mehr erforderlich.“
Aber kann die Wirtschaft selber über CO2-Mengenvorgaben entscheiden? Nein, die Mengen werden planwirtschaftlich von Behörden vorgegeben. Nichts anderes sind CO2-Zertifikate, Vorgaben.
Wetten, dass die Zertifikate dieses Mal nicht unentgeltlich an die betroffenen Branchen ausgegeben werden, sondern zum Mindestpreis? Deshalb waren doch SPD, Schellnhuber, DIW & Co auf die Mindestpreise so scharf – eine verdeckte CO2-Steuer, ohne dass sie so heißt.

https://www.eike-klima-energie.eu/2019/11/11/der-dieb-ruft-haltet-den-dieb-oder-akk-ruft-nach-mehr-markt-am-energiemarkt/

Energiewende ohne Strom-Speicher unmöglich, mit Speicher – unbezahlbar
Auf der Website des sehr rührigen Deutschen Arbeitgeber Verbandes findet sich eine denkwürdiges Interview. Frank Endres, Professor für Elektrochemie an der TU Clausthal und Lehrstuhl-Inhaber des Instituts für Elektrochemie erläutert darin den derzeitigen Stand der Batterieforschung und die Auswirkungen auf die Energiewende. Wir bringen das Interview in Auszügen. Das ganze Interview können Sie hier lesen
In Deutschland werden ca. 30 GW Grundlast benötigt, um diese Bedingung zu erfüllen. Weder Windkraft- noch Solaranlagen können rund um die Uhr eine konstante Grundlast liefern, von der Phasensynchronität ganz zu schweigen. Will man dieses Ziel erreichen, muss man das Netz so umbauen, dass Speicher zwischen 20 und 100 TWh vorhanden sind und davon gespeiste elektronische virtuelle Schwungräder die Funktion der Turbinen übernehmen. Das wäre ein Komplettumbau der Stromversorgung, technisch bei Weiterentwicklung der Elektrotechnik sogar vorstellbar. Wenn man in Deutschland alle Möglichkeiten, Pumpspeicherkraftwerke zu bauen, nutzt, erreicht man vielleicht 0,15 TWh an Speicherkapazität, das ist natürlich viel zu wenig. Es bleiben dann nur noch chemische und elektrochemische Speicher übrig, die in der Größenordnung bis 100 TWh sogar denkbar sind. 
Im "power to gas" Ansatz stellt man mit dem Überschuss-Strom Wasserstoff her und wandelt den in Methan um, der im Erdgasnetz gespeichert wird. Flauten möchte man so mit Gaskraftwerken überbrücken, wenn sich denn jemand finden lässt, der Gaskraftwerke baut und betreibt. Die modernsten Gaskraftwerke Irsching 4 und Irsching 5 werden nun ja abgeschaltet. Andere Ansätze sollen Brennstoffzellen zur Rückverstromung von Wasserstoff nutzen. 
Das ist technisch alles vorstellbar, nur wird der dann zu zahlende Strompreis alleine aufgrund der Alterung der Anlagen oder chemischen Verbindungen irgendwo zwischen 1 und 2 EUR pro kWh liegen. Ich erwarte, dass in einem solchen Szenario auch Batterien (Akkus) für die Netzstabilität erforderlich sind, weil die Elektrolyseanlagen ein stabiles Netz benötigen. In jedem dieser Szenarien werden die wiederkehrenden Kapitalkosten (wegen Alterung) den Strompreis auf weit über 1 EUR/kWh treiben – das wäre unvermeidbar. Der Traum vom kostenlosen Strom, wenn erst einmal genügend Windkraft- und Solaranlagen aufgestellt sind, wird für unabsehbare Zeit ein Traum bleiben.

https://www.eike-klima-energie.eu/2015/04/17/energiewende-ohne-strom-speicher-unmoeglich-mit-speicher-unbezahlbar/


RE: Windrad-Schrott - walderich - 12.11.2019

Gau im Illusionsreaktor (4): Energie lässt sich nicht wenden
Die Energiewende ist wirtschaftlich schon lange vollkommen außer Kontrolle. Für das sich immer mehr vergrößernde Chaos büßen nicht die Verursacher, sondern Stromverbraucher und Steuerzahler. Das Ergebnis: Bis zum Jahr 2025 müssen geschätzt rund 520 Milliarden Euro für eine vergurkte Energiewende aufgewendet werden. Eine vierköpfige Familie zahlt somit bis 2025 direkt und indirekt mehr als 25.000 Euro ein. 
Schon 2013 äußerte der damalige Kanzleramtsminister und Strompreisbremser Altmaier, die Kosten der Energiewende könnten sich, wenn nichts getan werde, „bis Ende der 30er Jahre dieses Jahrhunderts auf rund eine Billion Euro summieren.“ Es wurde nichts getan, jedenfalls nichts Wirksames. Altmaier wurde für seine Aussage verlacht und angegriffen. Umgehend hielten große Magazine und Wochenzeitungen von „Wirtschaftswoche“ bis „Zeit“ dem treuen Merkel-Vasallen vor, dass er bloß nicht rechnen könne – mit seinem „Billionen-Ding“. „Sie dürfen die Leute nicht mit Horrorzahlen auf die Bäume jagen“, verlangte Baden-Württembergs Regierungschef Winfried Kretschmann. Was aber, wenn die „Horrorzahlen“ die Realität widerspiegeln? Dürfen die Leute auch mit der Realität nicht auf die Bäume gejagt werden?
Die Hauptursache für die Misere sind die immer mehr ausufernden Subventionskosten des EEG und die damit einhergehenden steigenden Steuern – auch wenn sie nicht so heißen, sondern sich als Umlagen, Abgaben und Entgelte tarnen. Die EEG-Umlage betrug im Jahr 2000 0,16 Cent. Im Jahr 2018 betrug sie 6,88 Cent. Das ist eine Steigerung von über 4.000%. Zwischen 2000 und 2019 zahlten die Stromkunden mehr als 300 Milliarden Euro EEG-Kosten. Dieses Geld floss im Wesentlichen an die Investoren von Windkraft- und Solaranlagen sowie deren Geschäftspartner. Es wurde ein gigantisches Umverteilungssystem vom kleinen Mann zum wohlhabenden Investor geschaffen, die Sprechstundenhilfe bezahlt mit am Solardach ihres Chefs. 
https://www.achgut.com/artikel/gau_im_illusionsreaktor_4_energie_laesst_sich_nicht_wenden