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Geschwornengerichte
#1
Stell ich wieder mal ein juristisches Thema zur Diskussion:

http://diepresse.com/home/recht/rechtall...t/index.do

Meine Meinung dazu:

In Artikel 91 der Verfassung steht: "Das Volk hat an der Rechtsprechung mitzuwirken." Die brauchen den Satz nur aus der Verfassung rauszustreichen.

Und wenn sie schon dabei sind, können sie "Das Volk" überhaupt rausstreichen :wonky:
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#2
Ich kann das überhpt, nicht Nachvollziehen ,den im Prinziep ist das Urteil von dem / der Beschuldigt/en ,von 10 od.12 LAIENHAFTEN Menschen abhängig !
Ich stand auch einmal ,das ist schon ca.22-23 J. her in Evidenz als Schöffe zu gehen - Na GsDank wurde dann nichts daraus !
Ansonst weis man sich bei jedem Schmarrn zu helfen , aber in diesem Fall 2-3 Sätze raus zu streichen ,geht anscheinend nicht ,,,
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#3
Ich halte nichts davon, dem ursprünglichsten Merkmale einer Demokratie! Sie ist zwar nicht unbedingt notwendig, aber ein Zeichen dafür, dass die Volk und nicht die Politik die gesellschaftlichen Regeln aufstellt.

Die Forderung nach der Abschaffung ist ja nicht neu und kommt gut alle 5 Jahre wieder. Auch Bandion-Ortner scheiterte daran.

Warum gehts nicht so einfach, diese Sätze herauszustreichen?
Weil man dazu eine 2/3 Mehrheit braucht und man sich schon in der Koalition über die Frage nicht einig ist.

Außerdem können Wahrsprüche von Geschworenen durchaus aufgehoben werden.

Interessant dazu ist aber ein Artikel der Wiener Zeitung aus dem Jahr 2009, wo das auch schon das Thema war.


Zitat:Laut einer Studie seien nur rund zwei Prozent durch Geschworene zustande gekommene "Wahrsprüche" in den Jahren 2006 bis 2008 von den Berufsrichtern aufgehoben worden. Die Entscheidungen von Laienrichtern könnten also nicht "dramatisch falsch" sein.


Auch wenn Geschworene mehr aus dem Bauch heraus komplexe Fragestellungen lösen, würde die Fehleranfälligkeit nicht steigen.


Von einer Begründung der Schuldfrage durch die Geschworenen, wie sie von Kritikern vielfach gefordert wird, hält Lewisch aber nichts. Diese würde eher zu einer Verschlechterung der Entscheidungsqualität führen.

http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/...Laien.html
VIVERE ET VINCERE
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#4
ich finde auch,dass logischer verstand, und etwas menschenkenntnis und eben aus dem bauch heraus, oft die besten entscheidungen sind. sicherlich es geht hier um straftaten und darum wie lange einer im gefängnis sitzen muss, daher wird man mit bedacht seine entscheidung fällen.
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#5
Mit dem Hausverstand liegst du schon richtig. Außerdem bekommen die Geschwornen eine speziell für den Fall angefertigte Rechtsbelehrung; darin enthaltene Ungenauigkeiten sind anfechtbar.

Und sie sollen ja nur Sachfragen und keine Rechtsfragen beantworten.

Weil sich in einem anderen Forum (ohne Meinungsfreiheit) die Diskussion an einem "U-Bahn-Schubser" entzündet hat:

Die Geschwornen würde man (grob gesagt etwa sinngemäß) fragen, ob der Täter

a) den "tot machen wollte" oder

b) den "absichtlich schwer am Körper verletzen wollte oder

c) ihn "nur" am Körper verletzten wollte oder

d) ihn allenfalls bloß fahrlässig am Körper verletzt hat (und das gar nicht wollte)

Technisch macht man das als Eventualfragen: Die nächste Frage müssen die Geschwornen nur beantworten, wenn sie die vorherige verneint haben.

(Ich weiß jetzt auch nicht, ob das einen "normalen Menschen" auch interessiert oder nur die Jus-Studenten).
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#6
uninteressant ist es sicher nicht, mich interessieren überhaupt fälle aus dem gericht sehr.
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#7
Die grundsätzlich Frage ist doch:
Lassen sich 8 Geschworene tatsächlich leichter blenden als 1-3 Berufsrichter?
Die Zahl der aufgehobenen Wahrsprüche würde sagen: Nein!

Ich persönlich sehe die größere Gefahr, dass sich ein Berufsrichter irrt als 8 Geschworene. Das muss natürlich nicht sein, aber mathematisch gesehen ist die Gefahrbei Geschworenen eben geringer. :-0-:

Ansonsten wundere ich mich über die regelmäßig aufkeimende Diskussion darüber.

Solange die Schwurgerichtsbarkeit nicht fundamental falsch läuft und Fehlurteile am laufenden Band produziert, sollte einfach alles so bleiben wie es ist.
VIVERE ET VINCERE
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#8
das finde ich auch, so lange alles gut läuft, warum dann verändern? an hand der fehlurteile, die eben gering sind, muss man ja keine diskussion darüber führen.
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