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Das Märchen vom weggeworfenen Pass
#1
„Jeder Mensch besitzt ein Pass!“ glaubt so mancher und stülpt seine Weltsicht allen Menschen über. So muss es ja auch sein, denn in der Deutschen Bürokratie beweist ein Pass die Existenz des Menschen. Ohne Pass gibt es den Menschen nicht, da kann er noch so viel jammern und klagen, hungern und frieren. Ohne Pass ist man nichts und hat keine Rechte.... ist so mancher überzeugt.

Ist das wirklich so?
In Deutschland gibt es keine Pflicht zum Besitz eines Passes. Der Deutsche ist lediglich verpflichtet einen Personalausweis zu besitzen; er muss ihn nicht mal mitführen. Viele von uns haben aus verschiedensten Gründen einen Pass; er ist oft nützlich.
Wer keinen braucht, beantragt keinen. Immerhin kostet er regulär 59 Euro alle 10 Jahre; (unter 24 Jahren 37,50 Euro, alle fünf Jahre. Bei einer vierköpfigen Familien kommen da schnell mal fast 200 Euro zusammen nur im in den Urlaub fliegen zu können. Das erspart sich, wer kann.
Jede noch so krumme Bananenrepublik ist heute in der Lage hochwertige Pässe auszugeben. Die Zeiten des handgeschriebenen türkischen Nüfus, der immer noch in den kruden Vorurteilswelten einiger schwebt, sind längst vorbei. Jeder Staat kann Pässe ausgeben, die einen gewissen Mindeststandart an Sicherheitsmerkmalen haben.

Kosten:
Die Herstellung solcher Pässe kostet Geld. Spätestens dann wenn sich mal westliche Eingreiftruppen in einem Land breit gemacht haben, stehen deutschen Dokumentendruckmaschine dort oder, wie im Falle des Kosovo, die Pässe werden gleich in München gedruckt.
Für einen Kosovaren, die Zahl weiß ich zufällig, kostet die Ausstellung eines Passes etwa 60 Euro, bei einer vierköpfigen Familie sind das 240 Euro, das ist das Doppelte eines durchschnittlichen Monatsgehalts. Ich bin mir sicher, wer dort keinen Pass braucht, der lässt sich keinen ausstellen. So ist das auch in den meisten anderen Ländern. Die Pässe sind schlichtweg zu teuer, um sich diese vorsorglich, also für den Fall des Falles, ausstellen zu lassen.

Ausgabe:
In Deutschland besteht das Recht auf einen Pass, es ist Deutschen auch nicht untersagt zu reisen. Das ist nicht in jedem Land so. Länder die nicht an der Ausreise ihrer Staatsbürger interessiert sind erteilen Pässe oft sehr restriktiv. Die Türkei hat nach dem Putschversuch vielen die Ausreise untersagt. Eritrea verpflichtet seine jungen Männer zu oft lebenslangem Militärdienst, diese Menschen erhalten keine Pässe für eine Ausreise. Tibeter erhalten keine Pässe, die eine Reise nach Indien erlauben würden.
Wer sich mit dem Gedanken trägt, sein Land zu verlassen, weil er politischer Verfolgung ausgesetzt ist, wird schwerlich einen Pass beantragen und sich fragen lassen wollen, warum er diesen denn brauche. Wer im IS-Gebiet in Syrien oder in Aleppo lebt hat schlichtweg keine Möglichkeit einen Pass zu beantragen. Jeder der nur nachfragen würde, hätte umgehend Repressionen zu erwarten oder würde zwangsrekrutiert werden.
In Krisengebieten ist oftmals keine Beantragung von Pässen möglich.

Eine Flucht ist nun mal keine Urlaubsreise
Selbstverständlich ist es wichtig, auf den Pass aufzupassen, wenn man unterwegs ist - falls man einen hat.
Aus vielen Fluchtberichten ist bekannt, dass die Schlepper die Pässe einfach einsammeln um die Menschen gefügig zu halten; um sie die nächste Etappe mit zu nehmen... oder... um sie nicht in der Wüste verdurstend zurück zu lassen. Menschen auf der Flucht sind schutzlos, gefährdet und den Schleppern oft auf Gedeih und Verderb ausgeliefert. Es liegt oft nicht in ihrer Entscheidung was mir ihrem Pass geschieht. Ein Schauchboot hat nun mal keine Ritzen in der man so was mal eben verstecken könnte.

Nicht nur Schlepper: Auch die deutschen Behörden haben die Pässe von einreisenden Flüchtlingen in Bad Reichenhall eingesammelt. (ich persönlich hätte ihn nicht rausgegeben). Ganze Kisten mit Pässen sind in der deutschen Bürokratie verloren gegangen; diese Menschen haben nun Schwierigkeiten ihre Identität beim BAMF zu beweisen; es gibt genügend Fälle.

Das BAMF unterstellt mittlerweile mangelnde Zusammenarbeit, wenn in absehbarer Zeit keine Pässe nachgereicht werden. Syrer die bei Assad auf der schwarzen Liste stehen erhalten dort schlichtweg keine Pässe und Pässe aus IS-Gebiet werden verständlicherweise nicht anerkannt. Wie also soll so jemand seine Existenz beweisen? Welch ein Paradoxum.

Und ja. Allen Kritikern sei gesagt, es gibt Fälle in denen Asylsuchende ihre Pässe auf dem Weg hier her weggeworfen haben. Sei es um die Herkunft zu verschleiern oder sei es um eine Abschiebung zu erschweren. Dies ist seit mindestens den 90ern bekannt. Damals kamen pro Jahr fast eine halbe Million Flüchtlinge nach Deutschland (wer erinnert sich noch?) Es war schwierig, Staatsangehörige der Mahgreb-Staaten zu unterscheiden oder solche aus kleinen Ländern südlich der Sahel-Zone (Senegal, Togo, Benin oder Nigeria). Die Behörden haben damals schon Verfahren entwickeln und sich das Know-How zugelegt, hierzu Feststellungen zu treffen. Es funktionierte vergangenes Jahr gut; so wurden Syrer arabisch angesprochen, um Pakistani oder Afghanen „auszusortieren“ und mit Dialektanalysen konnten auch Mahgreb-Staatler erkannt werden; nur um einfache Beispiele zu nennen, die öffentlich bekannt sind. Die Palette der Werkzeuge ist aber weitaus größer.

Es gibt also keinen Grund aufgrund eines fehlenden Passes auf Böswilligkeit der ankommenden Menschen zu schließen. Im Gegenteil, es ist ein Grund genauer auf die Fluchtgründe zu schauen.
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#2
(27.08.2017, 00:24)robby schrieb: „Jeder Mensch besitzt ein Pass!“ glaubt so mancher und stülpt seine Weltsicht allen Menschen über. So muss es ja auch sein, denn in der Deutschen Bürokratie beweist ein Pass die Existenz des Menschen. Ohne Pass gibt es den Menschen nicht, da kann er noch so viel jammern und klagen, hungern und frieren. Ohne Pass ist man nichts und hat keine Rechte.... ist so mancher überzeugt.

Eine Flucht ist nun mal keine Urlaubsreise
Selbstverständlich ist es wichtig,   auf den Pass aufzupassen, wenn man unterwegs ist - falls man einen hat.
Aus vielen Fluchtberichten ist bekannt, dass die Schlepper die Pässe einfach einsammeln um die Menschen gefügig zu halten; um sie die nächste Etappe mit zu nehmen... oder... um sie nicht in der Wüste verdurstend zurück zu lassen. Menschen auf der Flucht sind schutzlos, gefährdet und den Schleppern oft auf Gedeih und Verderb ausgeliefert. Es liegt oft nicht in ihrer Entscheidung was mir ihrem Pass geschieht. Ein Schauchboot hat nun mal keine Ritzen in der man so was mal eben verstecken könnte.

Es gibt also keinen Grund aufgrund eines fehlenden Passes auf Böswilligkeit der ankommenden Menschen zu schließen. Im Gegenteil, es ist ein Grund genauer auf die Fluchtgründe zu schauen.

Angehörige von Nicht-EU-Staaten, welche legal in die EU einreisen, müssen im Besitz eines gültigen Passes mit gültigem Schengen-Visum sein.

"Asylwerbende" sollten wenigstens irgendwelche Dokumente zur Identifikation mit sich führen, schon um Herkunft und Alter feststellen zu können.
Wer auch das nicht beachtet, handelt in der vollen Absicht, seine Identidät zu verbergen..........
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#3
(27.08.2017, 10:23)frikota schrieb:
(27.08.2017, 00:24)robby schrieb: „Jeder Mensch besitzt ein Pass!“ glaubt so mancher und stülpt seine Weltsicht allen Menschen über. So muss es ja auch sein, denn in der Deutschen Bürokratie beweist ein Pass die Existenz des Menschen. Ohne Pass gibt es den Menschen nicht, da kann er noch so viel jammern und klagen, hungern und frieren. Ohne Pass ist man nichts und hat keine Rechte.... ist so mancher überzeugt.

Eine Flucht ist nun mal keine Urlaubsreise
Selbstverständlich ist es wichtig,   auf den Pass aufzupassen, wenn man unterwegs ist - falls man einen hat.
Aus vielen Fluchtberichten ist bekannt, dass die Schlepper die Pässe einfach einsammeln um die Menschen gefügig zu halten; um sie die nächste Etappe mit zu nehmen... oder... um sie nicht in der Wüste verdurstend zurück zu lassen. Menschen auf der Flucht sind schutzlos, gefährdet und den Schleppern oft auf Gedeih und Verderb ausgeliefert. Es liegt oft nicht in ihrer Entscheidung was mir ihrem Pass geschieht. Ein Schauchboot hat nun mal keine Ritzen in der man so was mal eben verstecken könnte.

Es gibt also keinen Grund aufgrund eines fehlenden Passes auf Böswilligkeit der ankommenden Menschen zu schließen. Im Gegenteil, es ist ein Grund genauer auf die Fluchtgründe zu schauen.

Angehörige von Nicht-EU-Staaten, welche legal in die EU einreisen, müssen im Besitz eines gültigen Passes mit gültigem Schengen-Visum sein.

"Asylwerbende" sollten wenigstens irgendwelche Dokumente zur Identifikation mit sich führen, schon um Herkunft und Alter feststellen zu können.
Wer auch das nicht beachtet, handelt in der vollen Absicht, seine Identidät zu verbergen..........





Müssen sie nicht!. Laut Genfer Flüchtlingkonvention ist es ausdrücklich anerkannt, dass Flüchtlinge nicht alle Formalitäten für den Grenzübertritt erfüllen müssen.
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#4
(27.08.2017, 11:00)robby schrieb:
(27.08.2017, 10:23)frikota schrieb:
(27.08.2017, 00:24)robby schrieb: „Jeder Mensch besitzt ein Pass!“ glaubt so mancher und stülpt seine Weltsicht allen Menschen über. So muss es ja auch sein, denn in der Deutschen Bürokratie beweist ein Pass die Existenz des Menschen. Ohne Pass gibt es den Menschen nicht, da kann er noch so viel jammern und klagen, hungern und frieren. Ohne Pass ist man nichts und hat keine Rechte.... ist so mancher überzeugt.

Eine Flucht ist nun mal keine Urlaubsreise
Selbstverständlich ist es wichtig,   auf den Pass aufzupassen, wenn man unterwegs ist - falls man einen hat.
Aus vielen Fluchtberichten ist bekannt, dass die Schlepper die Pässe einfach einsammeln um die Menschen gefügig zu halten; um sie die nächste Etappe mit zu nehmen... oder... um sie nicht in der Wüste verdurstend zurück zu lassen. Menschen auf der Flucht sind schutzlos, gefährdet und den Schleppern oft auf Gedeih und Verderb ausgeliefert. Es liegt oft nicht in ihrer Entscheidung was mir ihrem Pass geschieht. Ein Schauchboot hat nun mal keine Ritzen in der man so was mal eben verstecken könnte.

Es gibt also keinen Grund aufgrund eines fehlenden Passes auf Böswilligkeit der ankommenden Menschen zu schließen. Im Gegenteil, es ist ein Grund genauer auf die Fluchtgründe zu schauen.

Angehörige von Nicht-EU-Staaten, welche legal in die EU einreisen, müssen im Besitz eines gültigen Passes mit gültigem Schengen-Visum sein.

"Asylwerbende" sollten wenigstens irgendwelche Dokumente zur Identifikation mit sich führen, schon um Herkunft und Alter feststellen zu können.
Wer auch das nicht beachtet, handelt in der vollen Absicht, seine Identidät zu verbergen..........





Müssen sie nicht!. Laut Genfer Flüchtlingkonvention ist es ausdrücklich anerkannt, dass Flüchtlinge nicht alle Formalitäten für den Grenzübertritt erfüllen müssen.

Ich habe nicht von allen Formalitäten geschrieben, sondern von "irgendwelchen Dokumenten zur Klärung von Alter und Herkunft", wird ja wohl nicht zu viel verlangt sein von Leuten, die über tausende Kilometer zurücklegen und dabei ihre Smartphones auch nicht "verlieren".......
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#5
(27.08.2017, 13:39)frikota schrieb:
(27.08.2017, 11:00)robby schrieb:
(27.08.2017, 10:23)frikota schrieb:
(27.08.2017, 00:24)robby schrieb: „Jeder Mensch besitzt ein Pass!“ glaubt so mancher und stülpt seine Weltsicht allen Menschen über. So muss es ja auch sein, denn in der Deutschen Bürokratie beweist ein Pass die Existenz des Menschen. Ohne Pass gibt es den Menschen nicht, da kann er noch so viel jammern und klagen, hungern und frieren. Ohne Pass ist man nichts und hat keine Rechte.... ist so mancher überzeugt.

Eine Flucht ist nun mal keine Urlaubsreise
Selbstverständlich ist es wichtig,   auf den Pass aufzupassen, wenn man unterwegs ist - falls man einen hat.
Aus vielen Fluchtberichten ist bekannt, dass die Schlepper die Pässe einfach einsammeln um die Menschen gefügig zu halten; um sie die nächste Etappe mit zu nehmen... oder... um sie nicht in der Wüste verdurstend zurück zu lassen. Menschen auf der Flucht sind schutzlos, gefährdet und den Schleppern oft auf Gedeih und Verderb ausgeliefert. Es liegt oft nicht in ihrer Entscheidung was mir ihrem Pass geschieht. Ein Schauchboot hat nun mal keine Ritzen in der man so was mal eben verstecken könnte.

Es gibt also keinen Grund aufgrund eines fehlenden Passes auf Böswilligkeit der ankommenden Menschen zu schließen. Im Gegenteil, es ist ein Grund genauer auf die Fluchtgründe zu schauen.

Angehörige von Nicht-EU-Staaten, welche legal in die EU einreisen, müssen im Besitz eines gültigen Passes mit gültigem Schengen-Visum sein.

"Asylwerbende" sollten wenigstens irgendwelche Dokumente zur Identifikation mit sich führen, schon um Herkunft und Alter feststellen zu können.
Wer auch das nicht beachtet, handelt in der vollen Absicht, seine Identidät zu verbergen..........





Müssen sie nicht!. Laut Genfer Flüchtlingkonvention ist es ausdrücklich anerkannt, dass Flüchtlinge nicht alle Formalitäten für den Grenzübertritt erfüllen müssen.

Ich habe nicht von allen Formalitäten geschrieben, sondern von "irgendwelchen Dokumenten zur Klärung von Alter und Herkunft", wird ja wohl nicht zu viel verlangt sein von Leuten, die über tausende Kilometer zurücklegen und dabei ihre Smartphones auch nicht "verlieren".......

Ein Smartphone ist für die Flucht überlebenswichtig:

Es ersetzt heute Karte und Kompass, hat Google Maps und Routenplaner, ist für Zugfahrpläne und zum Ticket kaufen notwendig und rettet das Leben, wenn das Schlauchboot am Sinken ist. Ist man dann angekommen, dann kann man für den Anerkennungsprozess selbst mit Whatsapp Dokumente besorgen, Scans in die Heimat schicken, Botschaften kontaktieren und Kontakt zu Verwandten, die irgendwo im Kriegsgebiet oder Flüchtlingslager verharren müssen, halten.
Nur ist leider ein gescannter Pass nicht anerkennungsfähig, sodass selbst wenn sie den in Datei haben, das Amt fehlende Mitarbeit unterstellt. Das ist dumm für den, dem der Schleuser den Pass abgenommen hat oder die Grenzpolizei ihn eingesammelt und verschlampt hat. Im BAMF ruhen kistenweise Ausweise von Flüchtlingen, die nicht mehr zuzuordnen sind. Für e-Zugtickets dagegen wurde es sehr oft verwendet, denn nichts ist blöder, als wegen ner fehlenden Fahrkarte von der Polizei aufgegriffen zu werden. Google Maps dagegen hilft über die grüne Grenze,  man spart sich deshalb ab und an viel Geld für den Schleuser. Auf der Ägäis kann bei Nacht und Nebel der Weg nach Lesbos gefunden werden, wobei ein angeschaltetes Handy auch der griechischen Küstenwache hilft,  ankommende Flüchtlingsboote zu orten. Man sei deshalb vorsichtig mit dem Anschalten, wenn es denn nicht notwendig ist. Die griechische Küstenwache übrigens fährt nur zum Retten raus, wenn mindestens drei Notrufe eingehen.... Es ist also gut, wenn mehr als einer auf dem Boot nen Smartphone dabei hat, das auch funktioniert, das heißt, dass er es gut und salzwassersicher eingepackt hat.
Vor allem ist ein Smartphone selbst im Kriegsgebiet einfacher zu erhalten als ein Pass. Jede Kriegspartei schaut, dass sie ein funktionierendes Mobilfunknetz hat, die Geräte selbst sind als Iphone-China-Kopie für 50 Euro zu erhalten. Es ist also nicht so, dass jeder der nen Iphoneaussehndes Gerät bei sich hat, auch 600 Euronen dafür bezahlt hat.

Ich finde Flüchtlingskritiker sollten sich mehr den Realitäten des Lebens, denn den Fakes der rechten Nischenpresse zuwenden.
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#6
Zitat:Ein Smartphone ist für die Flucht überlebenswichtig:

Dann frage ich mich aber schon, wie die Menschen vor der Erfindung von Smartphones geflüchtet sind?

Zitat:Ich finde Flüchtlingskritiker sollten sich mehr den Realitäten des Lebens, denn den Fakes der rechten Nischenpresse zuwenden.

Selbiges kann man auch der Refugee Welcome Fraktion vorwerfen.

Am Beispiel:
Zitat:Müssen sie nicht!. Laut Genfer Flüchtlingkonvention ist es ausdrücklich anerkannt, dass Flüchtlinge nicht alle Formalitäten für den Grenzübertritt erfüllen müssen.

Man zeige mir, wo in der Flüchtlingskonvention diese Behauptung festgeschrieben ist:

Hier zum Nachlesen:

http://www.unhcr.org/dach/wp-content/upl...nsicht.pdf

Es fasziniert mich immer wieder, mit welcher Selbstverständlichkeit gewissen Ansichten der Flüchtlingskonvention zugeschrieben und zugeordnet werden. Aber bspw. auf Bestimmungen wie:

Artikel: Abs 2.
Auf die Vergünstigung dieser Vorschrift kann sich jedoch ein Flüchtling nicht berufen, der aus schwer wiegenden Gründen als eine Gefahr für die Sicherheit des Landes anzusehen ist, in dem er sich befindet, oder der eine Gefahr für die Allgemeinheit dieses Staates bedeutet, weil er wegen eines Verbrechens oder eines besonders schweren Vergehens rechtskräftig verurteilt wurde.

...schlicht vergessen wird.
VIVERE ET VINCERE
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#7
(28.08.2017, 10:11)helios schrieb:
Zitat:Ein Smartphone ist für die Flucht überlebenswichtig:

Dann frage ich mich aber schon, wie die Menschen vor der Erfindung von Smartphones geflüchtet sind?

Zitat:Ich finde Flüchtlingskritiker sollten sich mehr den Realitäten des Lebens, denn den Fakes der rechten Nischenpresse zuwenden.

Selbiges kann man auch der Refugee Welcome Fraktion vorwerfen.

Am Beispiel:
Zitat:Müssen sie nicht!. Laut Genfer Flüchtlingkonvention ist es ausdrücklich anerkannt, dass Flüchtlinge nicht alle Formalitäten für den Grenzübertritt erfüllen müssen.

Man zeige mir, wo in der Flüchtlingskonvention diese Behauptung festgeschrieben ist:

Hier zum Nachlesen:

http://www.unhcr.org/dach/wp-content/upl...nsicht.pdf

Es fasziniert mich immer wieder, mit welcher Selbstverständlichkeit gewissen Ansichten der Flüchtlingskonvention zugeschrieben und zugeordnet werden. Aber bspw. auf Bestimmungen wie:

Artikel: Abs 2.
Auf die Vergünstigung dieser Vorschrift kann sich jedoch ein Flüchtling nicht berufen, der aus schwer wiegenden Gründen als eine Gefahr für die Sicherheit des Landes anzusehen ist, in dem er sich befindet, oder der eine Gefahr für die Allgemeinheit dieses Staates bedeutet, weil er wegen eines Verbrechens oder eines besonders schweren Vergehens rechtskräftig verurteilt wurde.

...schlicht vergessen wird.
Es ist gar unterstrichen "schwer wiegende Gründe als eine Gefahr für die Sicherheit des Landes". Das kannst man nicht pauschalisieren. Unter dieses Passus fallen verurteilte Verbrecher, und evtl. auch die "Gefährder" die gerade abgeschoben werden, aber nicht die Flüchtlinge im Gesamten und auch nicht der, der keinen Pass beim Grenzübertritt bei sich trägt.
Antworten
#8
(28.08.2017, 22:34)robby schrieb:
(28.08.2017, 10:11)helios schrieb:
Zitat:Ein Smartphone ist für die Flucht überlebenswichtig:

Dann frage ich mich aber schon, wie die Menschen vor der Erfindung von Smartphones geflüchtet sind?

Zitat:Ich finde Flüchtlingskritiker sollten sich mehr den Realitäten des Lebens, denn den Fakes der rechten Nischenpresse zuwenden.

Selbiges kann man auch der Refugee Welcome Fraktion vorwerfen.

Am Beispiel:
Zitat:Müssen sie nicht!. Laut Genfer Flüchtlingkonvention ist es ausdrücklich anerkannt, dass Flüchtlinge nicht alle Formalitäten für den Grenzübertritt erfüllen müssen.

Man zeige mir, wo in der Flüchtlingskonvention diese Behauptung festgeschrieben ist:

Hier zum Nachlesen:

http://www.unhcr.org/dach/wp-content/upl...nsicht.pdf

Es fasziniert mich immer wieder, mit welcher Selbstverständlichkeit gewissen Ansichten der Flüchtlingskonvention zugeschrieben und zugeordnet werden. Aber bspw. auf Bestimmungen wie:

Artikel: Abs 2.
Auf die Vergünstigung dieser Vorschrift kann sich jedoch ein Flüchtling nicht berufen, der aus schwer wiegenden Gründen als eine Gefahr für die Sicherheit des Landes anzusehen ist, in dem er sich befindet, oder der eine Gefahr für die Allgemeinheit dieses Staates bedeutet, weil er wegen eines Verbrechens oder eines besonders schweren Vergehens rechtskräftig verurteilt wurde.

...schlicht vergessen wird.
Es ist gar unterstrichen "schwer wiegende Gründe als eine Gefahr für die Sicherheit des Landes". Das kannst man nicht pauschalisieren. Unter dieses Passus fallen verurteilte Verbrecher, und evtl. auch die "Gefährder" die gerade abgeschoben werden, aber nicht die Flüchtlinge im Gesamten und auch nicht der, der keinen Pass beim Grenzübertritt bei sich trägt.

Der Besitz und Gebrauch eines Smartphones setzt ein gewisses technisches Grundwissen voraus. Auch kann man damit mehr fotografieren als etwa nur einen Pass (auch ohne Infrastruktur einer Cloud etwa)), der deshalb nicht in Fotoform akzeptiert wird. Im Zusammenspiel mit weiteren fotografierten Dokumenten kann dann aber sehr wohl der Wahrheitsbeweis der echten Identität plausibel klar gelegt werden, allerdings hat man es leichter mit einem Alter von angenommen 14 Jahren laut eigenen Angaben trotz dritter Zähne und dadurch einem Geburtsdatum vom 1. Jänner mangels prüfbarer Nachweise.
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#9
(28.08.2017, 22:34)robby schrieb:
(28.08.2017, 10:11)helios schrieb:
Zitat:Ein Smartphone ist für die Flucht überlebenswichtig:

Dann frage ich mich aber schon, wie die Menschen vor der Erfindung von Smartphones geflüchtet sind?

Zitat:Ich finde Flüchtlingskritiker sollten sich mehr den Realitäten des Lebens, denn den Fakes der rechten Nischenpresse zuwenden.

Selbiges kann man auch der Refugee Welcome Fraktion vorwerfen.

Am Beispiel:
Zitat:Müssen sie nicht!. Laut Genfer Flüchtlingkonvention ist es ausdrücklich anerkannt, dass Flüchtlinge nicht alle Formalitäten für den Grenzübertritt erfüllen müssen.

Man zeige mir, wo in der Flüchtlingskonvention diese Behauptung festgeschrieben ist:

Hier zum Nachlesen:

http://www.unhcr.org/dach/wp-content/upl...nsicht.pdf

Es fasziniert mich immer wieder, mit welcher Selbstverständlichkeit gewissen Ansichten der Flüchtlingskonvention zugeschrieben und zugeordnet werden. Aber bspw. auf Bestimmungen wie:

Artikel: Abs 2.
Auf die Vergünstigung dieser Vorschrift kann sich jedoch ein Flüchtling nicht berufen, der aus schwer wiegenden Gründen als eine Gefahr für die Sicherheit des Landes anzusehen ist, in dem er sich befindet, oder der eine Gefahr für die Allgemeinheit dieses Staates bedeutet, weil er wegen eines Verbrechens oder eines besonders schweren Vergehens rechtskräftig verurteilt wurde.

...schlicht vergessen wird.
Es ist gar unterstrichen "schwer wiegende Gründe als eine Gefahr für die Sicherheit des Landes". Das kannst man nicht pauschalisieren. Unter dieses Passus fallen verurteilte Verbrecher, und evtl. auch die "Gefährder" die gerade abgeschoben werden, aber nicht die Flüchtlinge im Gesamten und auch nicht der, der keinen Pass beim Grenzübertritt bei sich trägt.

Von Pauschalierung keine Spur.

Aber wenn selbst "Gefährder", verurteilte Verbrechner oder selbst Leute ins Land kommen und bleiben können, denen eine IS-Mitgliedschaft nachgewiesen wurde, mit dem Verweis auf die Flüchtlingskonvention nicht abgeschoben werden,, dann ist das eine Umgehung des Rechts unter Zuhilfenahme einer bewussten (oder aus Unwissenheit) Falschmeldung.

Es ging mir also darum, dass in der Flüchtlingskonvention vieles gar nicht steht, was ihr angedichtet wird. Bspw. steht nicht in der Konvention, dass Flüchtlinge keinen Pass brauchen. Das Thema wird darin gar nicht behandelt. Der Themenkomplex zu Formalitäten des Asylwesens bleibt den einzelnen Signatarstaaten selbst überlassen.
VIVERE ET VINCERE
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#10
außerdem ist hinlänglich bekannt, dass die pässe sicher weggeworfen wurden, denn wer flüchtet ohne ausweis in ein anderes land, das hat triftige gründe. nur leichtgläubige menschen kann man halt schnell hinters licht führen und die finden auch immer wieder gründe um diese situation schön zu reden, detto die traumatisierungen. wie schnell das von den flüchtenden aufgenommen wurde ist sagenhaft.
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