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"Für Faymann geht es ums nackte Überleben"
#1
Zitat:Die Gründe für die Unzufriedenheit in der SPÖ.

Kaum ein Parteitag der SPÖ hat im Vorfeld für so viel Spannung gesorgt wie dieser. Die Stimmung in der Partei ist im Keller, und der Ärger fokussiert sich auf jenen Mann, der sich auf dem Parteitag am 28./29. November seiner Wiederwahl stellen muss: Werner Faymann.


"Wäre morgen der Parteitag, würde Faymann nur 60 Prozent bekommen", befindet ein Basis-kundiger Funktionär. Die Gründe für die Unzufriedenheit lassen sich so zusammenfassen:

-Partei Faymann habe in seiner Zeit als SPÖ-Chef die Parteizentrale abgewirtschaftet und ausgeräumt. "Die Löwelstraße ist nur noch ein schwarzes Loch", konstatieren entsetzte Funktionäre.

- Regierungsarbeit Aus Sicht der SPÖ erhebt sich die Frage, wozu sie den Kanzler stellt, wenn das Ergebnis eine Rekordsteuerlast für Arbeitnehmer ist. Spitzengewerkschafter Wolfgang Katzian sprach es kürzlich im Standard offen aus: "Es stellt sich die Sinnfrage der Koalition." Mächtige Gruppen innerhalb der SPÖ, Gewerkschafter und Pensionisten, lassen sich mit der üblichen Ausrede auf die bockige ÖVP nicht mehr abspeisen.

-Perspektive In der SPÖ schwindet das Zutrauen, mit Faymann an der Spitze noch siegen zu können. Realisten in der SPÖ gehen davon aus, dass die ÖVP mit dem unbestrittenen Talent Sebastian Kurz in die nächste Wahl gehen wird. Die SPÖ würde daneben verblassen, statt einer Trend-Koalition Rot-Grün-Neos hieße es: Ab in die Opposition. Immer häufiger wird daher ÖBB-Generaldirektor Christian Kern als Retter aus der Not genannt.

Faymann sei sich seiner prekären Lage bewusst, wollen Eingeweihte wissen. "Für ihn geht es ums nackte Überleben", sagt ein Funktionär. Als Beleg für die kolportierte Nervosität des Kanzlers werden diverse Aktivitäten aufgelistet, mit denen Faymann die Stimmung zu seinen Gunsten drehen wolle. In der SPÖ-Steiermark etwa weiß man von einem Abendessen Faymanns mit Landeshauptmann Franz Voves zu berichten. Dabei soll es auch darum gegangen sein, die Steirer milde zu stimmen.
In Kärnten wiederum erwarb sich Faymann die Dankbarkeit von Landeshauptmann Peter Kaiser, indem er Kärnten vor finanziellen Demütigungen in der Hypo-Causa rettete.

In der Wiener SPÖ ist Faymanns Rückhalt größer als gemeinhin angenommen. "Im rein theoretischen Fall, dass morgen ein neuer Bürgermeister zu küren wäre, hätte Faymanns Vertraute Doris Bures reale Chancen, das Match gegen Michael Ludwig zu gewinnen", sagen Intimkenner der SPÖ-Wien. Bures gilt auch als mögliche Stadtchefin, falls die SPÖ-Wien 2015 die Wahl verliert.

Die SPÖ-Oberösterreich umwirbt Faymann, indem er deren langjährigen Parteisekretär, Christian Horner, zu sich ins Kanzler-Kabinett holte. Aus glaubwürdiger Quelle ist zu hören, dass Faymann Horner sogar zum Bundesgeschäftsführer befördern wolle (Horner dementiert). Jedenfalls kursiert das Ondit, Faymann wolle noch vor dem Parteitag Norbert Darabos in der Bundesgeschäftsstelle ablösen, um Kritik am desaströsen Zustand der Partei abzufangen.

"Ein Bauernopfer in der Partei wird das Kraut nicht fett machen", glaubt jedoch ein Basis-Kenner. "Faymann muss einen Erfolg bei der Steuersenkung bringen, sonst bekommt er ein schlechtes Wahlergebnis und muss abtreten." Faymann sieht das anders: "Gewählt ist man mit 50 Prozent plus einer Stimme", sagte er unlängst im KURIER.

Ich könnte die Liste der Gründe, warum Österreich mit Faymann unzufrieden ist beinahe unendlich weiterführen! Allein die Wähler lernen nicht daraus.

Interessant finde ich auch den Offenbarungseid Faymanns. Er bleibt Parteichef auch wenn er nur 50% +1 Stimme beim Parteitag bekommt. Das zeigt uns: Anstand (von mit aus auch politischer Anstand zum Wohle der Partei) ist in der SPÖ nicht mehr angesagt. Man bleibt auf dem Posten bis man aus dem Amt gejagt wird, auch wenn es der Partei letztlich Schaden zufügt. Frei nach dem Motto: "Hinter mir die Sintflut"

http://kurier.at/politik/inland/politik-...75.221.291

Ich würde es begrüßen, wenn die Grinsekatze beim Parteita nicht einmal die 50% erreichen würde, doch ich glaub nicht dran. Letztlich werden zu viele den Befehlen gehorchen und aus Parteiräson und blinden Gehorsam den Faymann weiterbestellen.
VIVERE ET VINCERE
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#2
Was mich brennend interessieren würde, ist, ob Faymann stets im Alleingang vor der ÖVP auf die Knie fällt, oder ob das immer in den Parteikreisen abgesprochen wird, eben halt wieder einmal nachzugeben....

Es ist allerdings bezeichnend, dass immer die ÖVP mit ihrer Verweigerungshaltung durchkommt und die SPÖ klein beigibt.
Aber vermutlich liegt das im Kern der Dinge:

Etwas zu verweigern, wo ja dann nix passieren muss, ist immer leichter, als etwas gegen den Willen des Partners durchzusetzen, wo ja eine Aktion gesetzt werden muss, die man dann vielleicht allein gar nicht derhebt.

Es wär halt interessant, sich in solchen Fällen quasi im koalitionsfreien Raum im Parlament Mehrheiten zu suchen, aber das trauen sie sich halt nicht.:o0o::o0o:
Man kann auch ohne Hund leben, es lohnt sich nur nicht.
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#3
Die SPÖ ist in dieser Sache ein Getriebener!

Sie kann gar nicht anders.

Hier ist das eigentlich ganz gut beschrieben!

Wenn Verzweiflung zum Motor wird


Zitat:
Und warum!

Sozialminister Hundstorfer hat es deutlich gemacht. Aus Angst vor der FPÖ!

In der Presse war der Schönfärber mit folgendem Zitat zu lesen. „Neuwahlen herbeizureden hilft nur der FPÖ“! Alles klar!

Somit subsumiert sich die rote Politik auf „Klassenkampf! Aber nicht um den Preis der Regierungsbeteiligung“ Da müssen die Menschen halt noch ein paar Jahre mehr, mit Realeinkommensverlusten auskommen. Solange sie sich noch Brot leisten können, kann es ja nicht so schlimm sein. Ebenso verhält es sich in Wien. So wirklich kann der Bürgermeister mit den Grünen zwar nicht, ist ihnen aber auf Gedeih und Verderb ausgeliefert, weswegen eine gewisse Maria Vassilakou auch Narrenfreiheit genießt.
VIVERE ET VINCERE
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#4
Womit wir wieder beim Kern der Sache wären:
Sie kämpfen alle im Prinzip nur darum, sich lange in ihren gutdotierten Sitzen und somit an den Trögen zu halten, ob und was wie in diesem Land weitergeht, interessiert eigentlich als Hauptantriebspunkt genau niemanden.

Es wird immer auf die nächsten Wahlen geschielt und ob eine Maßnahme, die man setzen könnte, von den Wählern bei den nächsten anstehenden Wahlen goutiert wird oder nicht.

SO kann man keine Politik machen, bzw. SOLLTE man nicht - dass man es sehr wohl kann, beweisen sie uns ja seit Jahrzehnten.

Also - warum sind sie eigentlich so feig, wenn das tumbe Wahlvolk sie sowieso jedesmal wieder neu wählt??:wonky::wonky:
Man kann auch ohne Hund leben, es lohnt sich nur nicht.
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