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Tassilo Vallentin
#31
Die Bevölkerungsexplosion
[Bild: Afrika-is-comming.jpg]
[b]Papst Franziskus forderte anlässlich seines Besuches im nordafrikanischen Marokko mehr „Möglichkeiten für legale Migration“. Doch die gibt es schon. Die legale Migration ist auch nicht das Problem, sondern die Überbevölkerung und illegale Massenzuwanderung unter Missbrauch des Asylrechts.[/b]
In Afrika explodiert die Bevölkerungszahl. Alle hundert Tage gibt es dort um sieben Millionen mehr Menschen. Würde Österreich eine Million Afrikaner aufnehmen, dann gleicht das der Bevölkerungsüberschuss in 14 Tagen wieder aus. Allein in Nigeria kommen jedes Jahr mehr Kinder auf die Welt als in ganz Europa. 1960 hatte Afrika 280 Millionen Einwohner – heute sind es bereits 1,2 Milliarden, und 2050 werden es 2,5 Milliarden sein. Bis zu zwei Drittel, also bis zu 790 Millionen Afrikaner wollen nach Europa oder in die USA – ein großer Teil innerhalb der nächste fünf Jahre. Das zeigt eine aktuelle Studie des renommierten amerikanischen PEW-Institutes, das in fünf von zehn subsaharischen Ländern Umfragen gemacht hat. „Die demografische Entwicklung ist eine tickende Zeitbombe“, warnt auch Raul Mateus Paula, EU-Botschafter im afrikanischen Niger: „Sollte diese Entwicklung nicht gestoppt werden, könne es zu einer Katastrophe kommen.“
Daneben gibt es gefährliche außenpolitische Entwicklungen. Seit dem Sturz von Gaddafi ist die gesamte Sahelzone südlich der Sahara von Somalia bis zum Senegal in Aufruhr. Gaddafi hatte dem Westen schon 2011 prophezeit: „Wenn ihr mich bedrängt und destabilisieren wollt, wird sich folgendes ereignen. Ihr werdet von einer Immigrationswelle aus Afrika überschwemmt werden, die von Libyen aus nach Europa überschwappt. Es wird niemand mehr da sein, um sie aufzuhalten.“ Im nordafrikanischen Algerien bahnt sich das neuerlich an: Seit Wochen kommt es zu Massenprotesten gegen die korrupte, vom Westen gestützte Regierung. Das Land mit seinen 40 Millionen Einwohnern steht vor Bürgerkrieg und Re-Islamisierung. Der EU droht nun ein salafistisches Regime gegenüber der europäischen Mittelmeerküste und eine neue Flüchtlingswelle[b]. [/b]Eine Million Algerier sind algerisch-französische Doppelstaatsbürger. Sie haben von vornherein das Aufenthaltsrecht. Andere könnten berechtigt Asyl beantragen, sofern sie direkt über das Mittelmeer in die EU einreisen.
Vor wenigen Tagen besuchte Papst Franziskus das nordafrikanische Marokko. Er forderte dort unter großem Mediengetöse „mehr Möglichkeiten für legale Migration“. Franziskus scheint hier einem bedauerlichen Irrtum zu unterliegen. Doppelstaatsbürgerschaft und berechtigte Asylanträge sind legale Migrationswege. Es steht auch jedem Menschen weltweit frei, einen regulären Einwanderungsantrag in ein EU-Land zu stellen. Das Problem unserer Zeit ist die Bevölkerungsexplosion und großflächige illegale Massenzuwanderung von Wirtschaftsflüchtlingen unter Missbrauch des Asylrechts. Bei einer explodierenden Weltbevölkerung und Umweltzerstörung wären eher Sätze wie „Gehet hin und vermehret euch“ oder „Macht euch die Erde untertan“ neu zu interpretieren.
Wie schrieb Gavyn Davies in der „Financial Times“ in Abwandlung des Wahlkampfslogans von Bill Clinton: „It`s the demography, stupid!” (übersetzt: „Hallo! Das Problem heißt Bevölkerungsentwicklung!”).
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#32
Wenn Fische im Plastikmüll versinken
[Bild: Wal-2-003.jpg]
[b]Vor wenigen Tagen machte ein Foto weltweit Schlagzeilen. Vor der Küste Sardiniens wurde ein totes Pottwal-Weibchen mit 22 kg Plastik im Bauch geborgen. Das trächtige Tier hatte sein 2 Meter langes, totes Junges im Bauch, das im Inneren seiner Mutter verwest war. Über 90 % aller Schäden an der Tierwelt im Meer sind auf Plastik zurückzuführen. [/b]
Fotos wie dasjenige des toten Pottwal-Weibchens mit 22kg Plastik und seinem verwesten Jungtier im Bauch sind eine Warnung. Unsere Lebensweise ist nicht zukunftsfähig. 8,3 Milliarden Tonnen Plastik sind bislang hergestellt worden. Auf jeden lebenden Menschen kommen mehr als 1000 kg Plastik. Etwa 30 Prozent sind in Verwendung. Der Rest ist  Müll. Recycling ist ein schönes Märchen. Nur lächerliche 7,5% des weltweit hergestellten Plastiks wurden wiederverwertet – und auch das zumeist nur ein einziges Mal! [b] [/b]
Am schlimmsten hat es die Meere erwischt – insbesondere das Mittelmeer. Erst im vergangenen Jahr wurden Rekordmengen an Mikro- und Makroplastik gefunden. In weniger als zehn Jahren kommt eine Tonne Plastik auf drei Tonnen Fisch im Meer. 90% der Seevögel sind bereits verseucht. Heute schwimmen in jedem Quadratkilometer Wasser hunderttausende Teile Plastikmüll. Sie enthalten Giftstoffe wie Weichmacher oder Flammschutzmittel, die von Sonne und Salzwasser freigesetzt werden. Auf den Weltmeeren treiben stinkende Plastikinseln. Sie sind Gift-Magneten. Die größte Müllinsel ist 16-mal größer als Österreich! Sie besteht aus, PET-Flaschen, Feuerzeugen, Zahnbürsten, Einkaufstaschen, Zigarettenkippen, Einmalrasierern, Schnüren, Gartenschläuchen und dergleichen mehr. Seevögel sterben qualvoll an Handyteilen im Magen. Schildkröten halten Plastiksackerln für Quallen und Fische verwechseln Plastikteilchen mit essbarem Plankton. Immer mehr Wale verenden. Immer mehr Seevögel ersticken oder haben tödliche Verstopfungen und verhungern bei vollem Magen. Fast alle Fische nehmen Gift und Plastikpartikel auf. Über die Nahrungskette landet das alles auf unserem Teller. Die meisten Menschen haben bereits Schadstoffe von Plastikprodukten im Blut!
Zur Verdeutlichung: PET-Flaschen und Einwegwindeln benötigen 450 Jahre bis sie im Meer zersetzt sind; Getränkedosen 200 Jahre und Styroporbecher 50 Jahre. Europa ist nach China der größte Plastikproduzent. Mikroplastik in Kosmetikprodukten wie Duschgels oder Zahnpasten, aber auch nicht recyceltes Plastik aus Einwegverpackungen gelangt in unsere Umwelt und Gewässer und weiter ins Meer. Das EU-Verbot von Plastikgeschirr ab 2021 reicht nicht aus, um den Wahnsinn zu stoppen. Wir müssen raus aus der Plastikfalle. Allein während der Urlaubszeit steigt die Müllbelastung im Mittelmeer um unfassbare 40 %! Wir brauchen nicht nur ein Klimaabkommen, sondern auch ein Abkommen für die Ozeane und eine neue Öko-Bewegung!
Krone-Gründer Hans Dichand schrieb schon vor 23 Jahren: „Ich halte gegenwärtig für das wichtigste Anliegen der Menschheit zu erkennen, dass wir zu zerstörenden Parasiten geworden sind. Es entstehen immer größere Schäden, die noch kaum in unser Bewusstsein dringen. Über den Umweltschutz hinausgehend, ist eine neue Gesinnung notwendig, ein tieferes Gefühl der Verbundenheit mit der Natur, mit Tieren, Bäumen und Pflanzen.“ Man kann das Gesagte auch so ausdrücken: „Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr feststellen, dass man Geld nicht essen kann.“
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#33
Der Anfang vom Ende des Bargeldes
[Bild: 500-zu-Grabe.jpg]
[b]Die österreichische Nationalbank hat vor einer Woche die Ausgabe des 500-Euro-Scheins eingestellt. Alle noch im Umlauf befindlichen „500er“ werden nach und nach eingezogen. Händler können ab sofort die Annahme der größten Euro-Banknote verweigern, wenn sie „nicht genügend Wechselgeld“ haben. Der Krieg gegen das Bargeld geht in die Endphase. [/b]
[b] [/b]Am 26.4.2019 hat die österreichische Nationalbank die Ausgabe des 500-Euro-Scheins eingestellt. Die Einstellung erfolgte still und leise. Eine öffentliche Debatte gab es nicht. Kein Wunder: Die Regierungsparteien haben vor der Wahl den Bürgern versprochen, das Bargeld zu erhalten. Österreichs Nationalbank folgt mit der Abschaffung des 500ers dem Beschluss der Europäischen Zentralbank (EZB).
Der „Krieg gegen das Bargeld“ geht in die finale Phase. 12 Jahre Eurorettung haben versagt. Die EZB hat um 2.600 Milliarden Euro Staatsanleihen von Krisenländern gekauft. Sie hat sogar die Zinsen für Sparer abgeschafft. Länder wie Österreich haften über den Europäischen Rettungsschirm (ESM) bis zur Staatsinsolvenz für die Aufrechterhaltung des internationalen Schuldenkarussells. Und dennoch steht die gesamte Euro-Zone vor einer neuen Rezession. Das Geld kommt in der Wirtschaft nicht an. Die Rettungsmaßnahmen verpuffen wirkungslos zwischen Pleitestaaten, Banken und Spekulanten. Der EZB bleibt als letzter Schritt nur noch, „Geld mit dem Helikopter abzuwerfen“, oder – das Bargeld abzuschaffen. Das geschieht nun schrittweise durch Barzahlungs-Obergrenzen und Abschaffung der 500er-Note, um keinen Bankensturm verängstigter Sparer auszulösen.
In einer Welt ohne Bargeld könnten EZB und Zentralbanken die Bürger zum Konsum zwingen. Wer nicht freiwillig konsumiert, dem wird von seinem Bankguthaben etwas abgezogen („Straf-Zinsen“). Private Goldkäufe würden besteuert oder verboten und Liegenschaften mit Zwangshypotheken belastet. Regierungen, Regulierungs-Einrichtungen und Finanz-Institutionen hätten wohl ungehinderten Zugriff auf unsere Bankkonten. Die Einhebung neuer Schulden- oder Vermögenssteuern für überschuldete Staatshaushalte, Krisenländer und Pleitebanken ließe sich über Nacht durchziehen. Der wehrlose Bürger sieht erst am nächsten Morgen, dass ihm eine „Sonderabgabe“ von 47% vom Konto abgebucht wurde – so geschehen 2013 in der Zypern-Krise, „dem größten Bankraub aller Zeiten“ („Spiegel online“).
Mit allen Kontobewegungen ist auch das Leben jedes Einzelnen jederzeit weltweit überwachbar. Das Bankkonto wird zur neuen Existenzgrundlage. Bürger, die dem von Politik oder Gesellschaft vorgegebenen Verhalten nicht entsprechen, könnten von Finanzdienstleistungen ausgesperrt werden. In etwa Vergleichbares geschieht in den USA immer häufiger unter dem Schlagwort „Financial Blacklisting“. George Orwell lässt grüßen.
Die direkt-demokratische Schweiz geht den umgekehrten Weg. Die Schweizerische Nationalbank führt einen neu gestalteten 1000-Franken-Schein ein. Dem Druck von EU und EZB, diese große Banknote aus dem Verkehr zu ziehen, haben sich die Eidgenossen nicht gebeugt. 86% haben sich für den Erhalt des 1.000ers ausgesprochen. Denn die Schweizer wissen genau: „Wer in der Demokratie schläft, erwacht in der Diktatur“.
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#34
„Die Staatskasse errötet nicht“
[Bild: img255.jpg]
[b]80% der Österreicher haben kein Testament gemacht. Zudem hat der Staat neue strenge Formvorschriften erlassen. Nichtjuristen ist es teilweise fast unmöglich, ein gültiges Testament zu errichten. Das Kalkül scheint klar: Dort, wo Testamente der Bürger ungültig sind und zur Erbfolge Berechtigte fehlen, fällt das Vermögen an den Staat. Es mutet nach stiller Enteignung an![/b]
Die neuesten Umfragen sind alarmierend. 80 % der Österreicher haben kein Testament errichtet. Und diejenigen, die ihren „Letzten Willen“ verfasst  haben, haben dies möglicherweise in der falschen Form getan. Testamente könnten haufenweise ungültig sein. Denn unsere Vorgängerregierung hat neue strenge Formvorschriften geschaffen, die es Nichtjuristen teils fast unmöglich machen, gewollte Erben gültig einzusetzen.
Das mutet nach stiller Enteignung an. Die Republik möchte sich offensichtlich neue Einnahmequellen verschaffen. Denn überall dort, wo Verstorbene keine oder ungültige Testamente hinterlassen und gesetzliche oder außerordentliche Erben fehlen, fällt das Vermögen entschädigungslos an den Staat.
Klagen sind so gut wie aussichtslos. Formwidrig eingesetzte Erben können nichts dagegen tun, wenn „ihre“ Erbschaft an die Staatskasse fällt. Verstorbene würden sich „im Grab umdrehen“, wüssten sie, dass ihr gesamtes Vermögen aufgrund eines Formfehlers im Testament nun der Republik Österreich gehört und die eingesetzten Erben gar nichts erhalten.
Ich selbst erlebe immer öfter solche Fälle in meiner Kanzlei: Seit 1.1.2017 existieren teils absurd-strenge Formvorschriften für Testamente. Hier nur einige Beispiele:
  • Testamentszeugen müssen neben Namen, Geburtsdatum, Adresse und Beruf auch noch eigenhändig geschriebene Zusätze wie etwa „als Zeuge der letztwilligen Verfügung“ ihrer Unterschrift hinzufügen. Tun sie das nicht, ist das Testament ungültig.
  • Ein Testamentserrichter muss sein am Computer verfasstes Testament nicht nur unterschreiben, sondern seiner Unterschrift auch persönlich mit der Hand geschriebene Zusätze wie „Mein Wille“ oder „Das will ich“ oder dergleichen beifügen. Tut er das nicht, ist das Geschriebene ungültig, selbst wenn auf dem Papier groß und deutlich „Testament“ steht.
  • Mündliche Testamente sind überhaupt abgeschafft. Es gibt nur noch ein für drei Monate befristet gültiges Nottestament (etwa bei Todesgefahr). Wer also denkt, sein Letzter Wille sei ohnehin allen klar und er brauche nichts zu schreiben, täuscht sich gewaltig.

Kleine Fehler können große Auswirkungen haben. Davon profitiert der Staat. Gesetze sollen so gebaut sein, dass sie jeder Bürger leicht einhalten kann. Natürlich müssen Testamente fälschungssicher sein und Missbräuche verhindert werden. Es darf aber nicht sein, dass wegen überzogener Formvorschriften juristisch nicht geschulte Bürger ernsthaft Gefahr laufen, haufenweise ungültige Testamente zu produzieren. Die Erbrechtsreform hinterlässt den schalen Geschmack stiller Enteignungen. Um keine bösen Überraschungen zu erleben, sollte man seinen „Letzten Willen“ von Rechtsanwälten oder Notaren überprüfen lassen. Denn – wie sagte Cicero: „Die Staatskasse errötet nicht“.
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#35
Heute im "freien Wort" in der Krone:

Ich ersuche die Regierung, den Zeitungsartikel von Hrn. Dr. Wallentin über die Testamente zu lesen und entsprechend im Sinne der fleißig arbeitenden Österreicher zu reagieren.
Dieses Gesetz ist eine bürokratische Falle, um von den Bürgern schamlos abkassieren zu können.
Man muss den gesunden Hausverstand über sture Formvorschriften stellen und den Willen des Erblassers akzeptieren und umsetzen.
Es darf einzig und alleine der Wille des Erblassers – unter Berücksichtigung eventueller Pflichtteile – zählen.

So wie das Erbrecht von der vorherigen Regierung pervertiert wurde, ist es eine Schande für einen Rechtsstaat.
Also ist es höchste Zeit, diesen „Rechtsunfall“ zu korrigieren.

Stephan Pestitschek, Strasshof 
Erschienen am Mi, 15.5.2019
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#36
Die Kommentare von Hrn. Pestitschek finde ich meist sehr treffend.
Am Anfang im Krone Forum habe ich geglaubt, dass Soistes Hr. Pestitschek ist
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#37
Es gibt ein paar sehr gute "Leserbriefschreiber" bei der Krone, die hat man ja in den letzten Wochen auch mit Bild in der Krone vorgestellt. Ich ärgere mich nur stets, dass MEINE Briefe nicht oder nur sehr selten veröffentlicht werden. Ich schreib wirklich nix Böses.....
Aber das Problem hat soistes ja auch - er wird ja auch nicht so oft veröffentlicht.

Der Vallentin ist wirklich gut - und so erschreckend manchmal. Sorry
Man kann auch ohne Hund leben, es lohnt sich nur nicht.
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#38
(15.05.2019, 09:13)gloriaviennae schrieb: Es gibt ein paar sehr gute "Leserbriefschreiber" bei der Krone, die hat man ja in den letzten Wochen auch mit Bild in der Krone vorgestellt. Ich ärgere mich nur stets, dass MEINE Briefe nicht oder nur sehr selten veröffentlicht werden. Ich schreib wirklich nix Böses.....
Aber das Problem hat soistes ja auch - er wird ja auch nicht so oft veröffentlicht.

Der Vallentin ist wirklich gut - und so erschreckend manchmal. Sorry

und wenn die noch gegen die Genossen schreiben treibt es dem hellroten eingefleischten Angryman die Zornesröte ins Gesicht Lachen Lachen Lachen
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#39
Ich schreib ja meistens, wenn es um die Beamten geht - und zwar FÜR die. Und das interessiert die vermutlich nicht. Lachen
Man kann auch ohne Hund leben, es lohnt sich nur nicht.
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#40
Wenn das ewige Eis schmilzt
[Bild: Inuits-und-Bär-003.jpg]
[b]Die Ureinwohner des US-Bundesstaates Alaska fliehen vor dem Klimawandel. Das ist erst der Auftakt einer globalen Katastrophe ungeahnten Ausmaßes: In nur wenigen Jahren wird es bis zu 1,5 Milliarden Klimaflüchtlinge geben. [/b]
Ganze Dörfer und Gemeinden der Inuit sind zur Umsiedlung gezwungen: 17 Grad Celsius im Frühling 2019 lassen das ewige Eis des US-Bundesstaates Alaska schmelzen. Verkehrswege sind nicht mehr befahrbar. Jagd- und Fischereigründe sind kaum noch zugänglich. Friedhöfe müssen verlegt werden und Schulen stehen unter Wasser. Die Ureinwohner Alaskas flüchten aus den Küstengebieten in die Berge. Was sich vor unseren Augen in den USA abspielt, sind die Vorboten einer Katastrophe ungeahnten Ausmaßes.
Die außergewöhnlich rasche Erhitzung der Erde ist keine Theorie mehr. Sie ist Realität. Neun der zehn tödlichsten Hitzewellen der Menschheitsgeschichte ereigneten sich seit dem Jahr 2000. In nur wenigen Jahren werden weite Teile unseres Planeten unbewohnbar sein. Die Ozeane und Meere steigen durch Abschmelzen des Polar-Eises immer schneller an. In den Küstenregionen leben etwa 1,5 Milliarden Menschen. Sie alle werden fliehen müssen.
Ein zusätzlicher Temperaturanstieg von 2 Grad Celsius ist faktisch nicht mehr aufzuhalten. Er wird dazu führen, dass 80% aller Wasserquellen in Afrika versiegen. Der schwarze Kontinent hat rund 1,3 Milliarden Einwohner. Man kann sich grob ausmalen, welche gigantischen Wanderbewegungen dann einsetzen. Kriege werden künftig um Trinkwasser geführt.
Veränderungen des Klimas gab es schon immer – allerdings noch nie in dieser atemberaubenden Geschwindigkeit. Temperaturerhöhungen von einem Grad Celsius vollziehen sich normalerweise über einen Zeitraum von mehreren Zehntausend Jahren. Tiere und Pflanzen hätten dann wenigstens die Chance, durch Anpassung zu überleben.
Auch wenn es der moderne Mensch verdrängt: Unsere gesamte Lebensweise ist nicht zukunftsfähig! Ein einzelner Mensch richtet heute größeren ökologischen Schaden an als zu früheren Zeiten ganze Königreiche. Mit der Zerstörung des brasilianischen Urwalds kann man Milliardär werden. Hinzu kommt die Überbevölkerung samt Bodenfraß und Wasserverbrauch. 90% der Meere sind leergefischt. Sogar Wüsten werden verbaut. In Österreich wird täglich eine Fläche von 30 Fußballfeldern zubetoniert. Der Grundwasserspiegel sinkt dramatisch. Die Wohlstandsansprüche steigen stetig.
Das Warten auf die wundersame freiwillige Selbstbeschränkung von Hunderten Staaten wird uns nicht retten. Erst wenn Investoren Geld scheffeln, indem sie in klimaschonende Projekte und Technologien investieren, wird sich etwas ändern. Klimaschädliche Energie müsste von Jahr zu Jahr in sozialverträglichen Schrittchen teurer werden.
Vor allem aber muss die Überbevölkerung eingedämmt werden: 1804 gab es 800 Millionen Menschen. 1927 waren es schon zwei Milliarden. Heute sind es 7,3 Milliarden und bald werden es 16 – 32 Milliarden Menschen sein. Die Erde trägt das nicht. Dennoch wird nichts dagegen unternommen, was manche zu blankem Zynismus hinreißen lässt – etwa den Ehrenpräsidenten des WWF und Ehemann der britischen Queen, Prinz Philip, der schon 1988 im Interview sagte: „Falls ich wiedergeboren werde, möchte ich als tödlicher Virus auf die Erde zurückkehren. So könnte ich etwas zur Lösung des Überbevölkerungsproblems beitragen“.
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