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Aufgabe im Unterricht
#1
Leserbrief-Schreiben im Deutschunterricht an einer Kapfenberger Schule in der Steiermark. Thema vor Ostern: Das Attentat von Christchurch und die österreichischen Rechten. Die Art, wie ein Lehrer das neuseeländische Massaker in Verbindung mit der FPÖ bringt, empört jetzt nicht nur den blauen Vizebürgermeister Reinhard Richter.


Politische Bildung? Förderung von Medienbewusstsein? Sensibilisierung gegen Rechtsextremismus? Ja, unbedingt! Aber so nicht. In Kapfenberg muss sich ein Lehrer dafür verantworten, seinen politischen Bildungsauftrag für polemische Stimmungsmache gegen eine demokratische Partei missbraucht zu haben.


Das der „Steirerkrone“ zugespielte Faksimile, dessen Echtheit von der betreffenden Schule bestätigt wurde, sagt eigentlich alles: Wörtlich wird eine Schülerin darin aufgefordert, das Attentat von Christchurch am 15. März mit den rechtsextremen „Identitären“ und Letztere mit der FPÖ in Verbindung zu bringen.

„Suggiert, dass FPÖ auf gleicher Ebene wie Massenmörder steht“

„In dieser Aufgabe wird bewusst suggeriert, dass die FPÖ auf der gleichen Ebene wie der Massenmörder steht“, schäumt Reinhard Richter, blauer Vizebürgermeister von Kapfenberg. „Es kann nicht sein, dass Schüler derart politisch indoktriniert werden, dass eine demokratisch legitimierte Partei, die noch dazu den Vizekanzler stellt, mit dem Christchurch-Attentäter indirekt in Verbindung gebracht wird.“ Richter fordert, den verantwortlichen Lehrer zur Rechenschaft zu ziehen.

Aufklärung gefordert

Doch nicht nur die FPÖ nimmt den Skandal ernst. „Politsche Beeinflussung im Unterricht, egal in welche Richtung, ist abzulehnen“, betont SPÖ-Bürgermeister Fritz Kratzer, konfrontiert mit den Unterlagen. Auch Bildungslandesrätin Ursula Lackner (SPÖ) mahnte „Objektivität“ im Unterricht ein und beauftragte die Bildungsdirektion mit der Aufklärung.

Deren pädagogischer Leiter Hermann Zoller will noch Unterrichts-Experten befassen, stellt aber klar: „Der Lehrer darf seine persönliche Gesinnung im Unterricht nicht bewerben. Eine offene Fragestellung wäre besser gewesen als diese Anleitung, die manipulativ wirkt.“
„Maulkorb“ für Lehrer
Dem Lehrer - er durfte wegen eines „Maulkorbs“ von der Bildungsdirektion nicht mit der „Krone“ reden - wird demnächst ein Mahnbrief ins Haus flattern.

https://www.krone.at/1918532
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#2
Mein Enkerl geht in die 2. Klasse einer Hak
Religionsunterricht Thema vorige Woche, die Identitären!!
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#3
unglaublich was da abgezogen wird, während man linke ÖH Chaoten nicht einmal erwähnt
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#4
man darf auch nicht unterschätzen, lehrer haben schon einfluss auf die jungen leute, also sollte gerade die lehrerschaft genau aufpassen was sie sagen, ihre eigene meinung sollte nicht unbedingt einfliessen sondern neutral muss es sein. es ist schon ok, dass man das geschehen in der welt und im speziellen auch von österreich in den stoff mit einbezieht. ich glaube gelesen zu haben, dass das verhalten des lehrers ein nachspiel hat. zurecht und sollte auch als mahnendes beispiel gelten.
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#5
(09.05.2019, 16:44)powerlady schrieb: man darf auch nicht unterschätzen, lehrer haben schon einfluss auf die jungen leute, also sollte gerade die lehrerschaft genau aufpassen was sie sagen, ihre eigene meinung sollte nicht unbedingt einfliessen sondern neutral muss es sein. es ist schon ok, dass man das geschehen in der welt und im speziellen auch von österreich in den stoff mit einbezieht. ich glaube gelesen zu haben, dass das verhalten des lehrers ein nachspiel hat. zurecht und sollte auch als mahnendes beispiel gelten.

davon kann ich ein Lied singen was meinen Sohn betrifft, der hat sich mit seiner Meinung nach der Schule geändert
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#6
Ja leider. 
Die Kinder und die Jugend werden richtungsweisend hin erzogen. Weit weg von der Mitte der Gesellschaft, dabei wäre das das wichtigste überhaupt zu lernen mit beiden Beiden gefestigt im Leben zu stehen. Neutral und offen, aber mit einem gewissen Maß an Vorsicht.

Weit gefehlt ...
[Bild: images?q=tbn:ANd9GcRuwVb5A-wLH2dL5uT_SEE...faU8LL-NMQ]
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#7
Wenn ich solche Meldungen lese, dann steigt bei mir der Blutdruck. Welcher Gehirnwäsche wird wohl mein eigenes Kind ausgesetzt sein? Aber vielleicht ist bis dann der Spuk vorbei. Das Mißtrauen gegen diese linke Meinungsmache ist in der Bevölkerung mittlerweile schon sehr hoch.
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#8
Ich finde das sehr bedenklich, politische Stimmung in den Schulen zu machen - politische Bildung kann natürlich stattfinden, aber völlig neutral.
Ich kann mich nicht erinnern, dass während meiner Schulzeit für oder gegen eine Partei von einem Lehrer irgendwas gesagt oder gar befohlen (Aufgaben) worden wäre.
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#9
https://www.youtube.com/watch?v=BfUxwEW84KY
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#10
Meine persönlichen Erfahrungen mit dem österreichischen Schulsystem sind da eher ausgeglichen. Ich habe auch ein gewisses Verständnis dafür, dass es Lehrer, die auch nur Menschen sind, nicht immer schaffen, ihre eigenen Anschauungen und Überzeugungen völlig aus dem Unterricht rauszuhalten. Natürlich darf das nicht so indoktrinierend ausarten, wie im Anlassfall. Andererseits liegen Göttergatte und ich derzeit im Clinch mit einem Deutschprofessor, der beanstandet hat, mein Junior würde zum Gesetzesbruch aufrufen, weil er in einer Argumentation den Erlass zum Streikverbot für Schüler in der Unterrichtszeit in Frage gestellt hat. Das würde ich mal als absolutes Gegenteil von linker Meinungsmache bezeichnen und auch das hat Platz an Österreichs Schulen. Was mich natürlich nicht davon abhält, dem Herrn Professor mitzuteilen, dass nach meiner bescheidenen Meinung mitunter auch ziviler Ungehorsam durchaus angebracht ist.
Ich denke, wenn man es geschafft hat, den Nachwuchs zu selbständig denkenden Menschen zu erziehen (was man halt dann mitunter auch daran erkennt, dass er auch gegenüber den Eltern seine Meinung vertritt), die gelernt haben, auch bei Gegenwind ihre Meinung zu vertreten, muss man sich auch vor Lehrern und Populisten nicht allzu sehr fürchten.
There is only one god, and His name is Death. And there is only one thing we say to Death: 'not today'.
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