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Elektroautos
#11
(09.10.2019, 15:32)Sisyphos schrieb:
(09.10.2019, 14:12)hintergrundleser schrieb:
(08.10.2019, 23:08)Sisyphos schrieb:
(08.10.2019, 15:02)hintergrundleser schrieb: Mir wäre eine alte, satt blubbernde Corvette lieber als diese Ladesäulensucher, doch kann ich mir die auch nicht leisten. Auch wird keine Restreichweite nach den gut 20km erwähnt, da geht der Stromer nämlich sehr rasch und nachhaltig in die Knie, wenn er rein auf maximale Leistung betrieben wird. Ich bezweifle eine volle zweite Runde am Stück Zwinkern

Bei ordentlichem Tempo gehts 270 bis 300 km weit. Mehr wäre natürlich besser (bzw. ist immer besser). Ist trotzdem ein Fortschritt zu bisherigen Elektroautos und die Beschleunigung ist einfach ein Wahnsinn!

Zweites posting darauf:
Solch eine Rennstrecke wäre ein toller Test für die echte Reichweite bei dauernder Ausschöpfung der vollen Leistung, die ja niemand bestreitet. Bei Zielbremsungen vor jeder Kurve samt sofort wieder folgendem Vollstrom (Gas) gibt es nicht viel zum rekuperieren. Schlicht Runde um Runde rasen auf Teufel komm raus, bis die Elektronik auf ein allfälliges Notlaufprogramm umschaltet (die Elektrokarts, welche ich betreue, haben sowas, die gehen da plötzlich nur mehr im Schritttempo, damit man noch zur Steckdose kommt).
Immerhin ist dieser Porsche ja ein sattes und gewichtiges Kaliber, auch für den langfristigen Alltag, kein filigraner Leichtbau der Formel E, der nach einem Rennen ein komplettes Service bis zum letzten Achsgelenk benötigt, da nicht für Langstreckeneinsatz konzipiert. 

Das wäre nämlich dann ein unbestechlicher echter Test, man kann nicht Alles am Prüfstand simulieren. Aber vielleicht verdampft da das Kupfer der Motorwicklungen bei solch längerer Dauerhöchstleistung. Das sind ja keine schweren Kaliber aus Elektrolokomotiven. Zwinkern

Die 270 bis 300km sollen bei hohen Geschwindigkeiten drin sein, die "Normreichweite" beträgt 400+ km. Der Taycan ist mit Synchronmotoren ausgestattet, die für eine lange Dauerleistung sorgen sollen. Ob es stimmt, werden wir bald erfahren, genauso, wie weit die tatsächliche Reichweite im Alltag beträgt. Synchronmotoren sollen auch den von Tesla eingesetzten Motoren überlegen sein, bei denen eine hohe Dauerleistung nicht möglich ist, wie bei deinen Karts.

Ich empfinde den Taycan als großen Sprung nach vorne und bin schon gespannt wie er sich im Alltag schlagen wird. Sollte sich die Technologie in den nächsten Jahren durchsetzen wäre ein positiver Nebeneffekt, das die OPEC uns nicht mehr mit ihrem  Öl erpressen kann.

Werter Sisy, es geht mir da nicht nur um hohe Geschwindigkeiten, wo nach Erreichen derselben ja nur mehr der Roll- und Luftwiderstand überwunden bzw. ausgeglichen werden muss, sondern um laufend angeforderte Höchstleistung für unzählige Beschleunigungsexzesse des schweren Gerätes. Das geht aber nur auf solch einer reinen Rennstrecke ohne schöngefärbten "Normreichweiten" abseits jeder Realität. Ich habe selbst schon erlebt, wie in einem Nissan Leaf die restliche Reichweite runtergerattert ist wie bei einem einarmigen Banditen, weil wir bei brütender Hitze und Windstille im Stau auf der Autobahn standen und die Klima unverzichtbar war. Da waren von 130km rasch mal 50 weg, bis wir wieder freie Fahrt hatten, ein Diesel packt das locker im Standgas nebenbei ohne herbem Mehrverbrauch.
Das Grundprinzip der Motore würde ich da nicht so aufs Podest heben, die Karts haben reine Gleichstrommotore mit Kohlen, die sind ja nicht im Langstreckeneinsatz. Langt locker für die rein spannungsgesteuerte Anspeisung über zwei fette Kabel, die Motore haben 6kW und eine überlegte Kühlung, da freiliegend ohne komplizierte Karosse darüber. Die wurden aber extra für diesen Zweck entwickelt und gebaut, der Kundenkreis ist überschaubar und der Preis auch dementsprechend. Der lausige Rahmen mit Lenkrad und ein wenig Technik kostet neu rund 12-15.000€ pro Einzelexemplar des Spielzeuges. Zwinkern
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#12
(09.10.2019, 19:39)hintergrundleser schrieb: Das Grundprinzip der Motore würde ich da nicht so aufs Podest heben, die Karts haben reine Gleichstrommotore mit Kohlen, die sind ja nicht im Langstreckeneinsatz. Langt locker für die rein spannungsgesteuerte Anspeisung über zwei fette Kabel, die Motore haben 6kW und eine überlegte Kühlung, da freiliegend ohne komplizierte Karosse darüber. Die wurden aber extra für diesen Zweck entwickelt und gebaut, der Kundenkreis ist überschaubar und der Preis auch dementsprechend. Der lausige Rahmen mit Lenkrad und ein wenig Technik kostet neu rund 12-15.000€ pro Einzelexemplar des Spielzeuges. Zwinkern

Haha, ich hätte absolut nichts gegen so einen Test. Ich bin auf jeden Fall auf den Wagen gespannt und hoffe wir werden, sobald Verkaufsexemplare in die freie Wildbahn entlassen werden, solche und viele andere Tests sehen! Jede neue Technologie muss sich erst beweisen, das ist natürlich klar. Ich hoffe halt darauf, das der Hersteller seine Versprechen einlösen kann, denn die Beschleunigung ist schon der reinste Wahnsinn. Lachen
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#13
(10.10.2019, 17:03)Sisyphos schrieb:
(09.10.2019, 19:39)hintergrundleser schrieb: Das Grundprinzip der Motore würde ich da nicht so aufs Podest heben, die Karts haben reine Gleichstrommotore mit Kohlen, die sind ja nicht im Langstreckeneinsatz. Langt locker für die rein spannungsgesteuerte Anspeisung über zwei fette Kabel, die Motore haben 6kW und eine überlegte Kühlung, da freiliegend ohne komplizierte Karosse darüber. Die wurden aber extra für diesen Zweck entwickelt und gebaut, der Kundenkreis ist überschaubar und der Preis auch dementsprechend. Der lausige Rahmen mit Lenkrad und ein wenig Technik kostet neu rund 12-15.000€ pro Einzelexemplar des Spielzeuges. Zwinkern

Haha, ich hätte absolut nichts gegen so einen Test. Ich bin auf jeden Fall auf den Wagen gespannt und hoffe wir werden, sobald Verkaufsexemplare in die freie Wildbahn entlassen werden, solche und viele andere Tests sehen! Jede neue Technologie muss sich erst beweisen, das ist natürlich klar. Ich hoffe halt darauf, das der Hersteller seine Versprechen einlösen kann, denn die Beschleunigung ist schon der reinste Wahnsinn. Lachen

Hoffentlich gefriert Dir nicht das Lachen, wenn die wahnsinnige Beschleunigung abrupt nachlässt. Der Elektromotor hat halt bereits vom Stillstand aus fast das volle Drehmoment, ich finde das aber gar nicht so faszinierend.
Nimm als Vergleich einen tollen Lampredi-Doppelnocker her, der für hohe Drehzahlen ausgelegt ist. Etwa in einem Alfa oder größerem Fiat der 70er. Nun gibst Du in einem mittleren Gang bei geringer Drehzahl Vollgas und bleibst drauf mit Blick auf den Drehzahlmesser. Der schier lineare Kraftzuwachs mit konstruktiv angeglichener Drehmomentkurve ist neben der Akustik ein ganz anderes Erlebnis als das eintönige Surren eines Elektromotors. Das ist das sprichwörtliche Gummiband, was Dich immer stärker in den Sitz zieht, wenn das etwa (modellabhängig) im Zweiten von 20-120km/h durchgeht. Da lebt man richtig mit beim Erleben, wie sich beim Motor die Leistung entwickelt und brutal aufbäumt, abseits aller Messwerte. Daumen hoch
Dieses grandiose Erlebnis der Leistungsentfaltung bieten aber heute nur mehr die wenigsten Modelle, wo ja schon SUV's schier mit aufgeladenen Einliter-Dreizylindern verhökert werden, das ist ja keine standesgemäße "Motorkultur" mehr. Lachen
PS: ich habe noch einen alten Fiat mit solch einem Lampredimotor. Der Drehzahlmesser weist ab etwa 6500 Touren den roten Bereich aus. In der Beschreibung des Wagens steht sinngemäß: obwohl der Nutzung dieser Drehzahlen konstruktiv nichts im Weg steht, ist da keine Leistungssteigerung mehr zu erwarten und sollte nur kurzfristig benutzt werden. 
Technisch dazu: hohe Drehzahlen beim Verbrenner sind technisch überhaupt kein Problem, wenn der Ventiltrieb usw. dafür ausgelegt ist. Da geht es mehr um die Kolbengeschwindigkeit in m/sec, bevor der Schmierfilm abreißt, und ein hochtouriger Kurzhuber hat da die Nase vorn. Darum benötigen ja hochtourige Motorräder oder Formel1-Boliden andere Motoröle als ein alter Käfer, der selbst mit Speiseöl in der Sahara noch läuft, und läuft, und läuft (alte Werbung). Lachen Prost
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