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Warum tschechische Firmen?
#1
Zitat:Quelle: http://www.krone.at/Oesterreich/Fluchtst...ory-457850
Fluchtstiege eingestürzt: Vier Männer verletzt

Große Aufregung hat am Sonntag in Oberösterreich geherrscht: Die Außenstiege eines Gemeindehauses war zu Mittag plötzlich eingestürzt. Vier ortsansässige Männer im Alter von 17, 46, 53 und 58 Jahren fielen mehrere Meter in die Tiefe. Die vier Verletzten wurden ins Krankenhaus gebracht. Die Polizei hat Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet.

In dem Gemeindehaus in Afiesl/Schönegg im Bezirk Rohrbach sollte am Sonntag ein neu eingerichteter Raum für eine Kinderspielgruppe im Dachgeschoß feierlich eingeweiht werden. Aufgrund einer behördlichen Anordnung sei bei der Errichtung des Raumes eine sogenannte Fluchtstiege an der Rückseite des Gebäudes angebracht worden, informierte die Landespolizeidirektion Oberösterreich. Die Stiege wurde von einer tschechischen Firma montiert.
Als die vier Oberösterreicher die Stiege gegen 12.45 Uhr betraten, um den neuen Raum zu besichtigen, gab die an der Mauer angebrachte Befestigung plötzlich nach und die Metallkonstruktion krachte zu Boden. "Nur durch einen glücklichen Umstand befanden sich keine Personen unter der Stiege", berichtete die Polizei. Die Ursache des Einsturzes soll nun ein Sachverständiger klären.

Dazu noch eine nicht unwichtige Kleinigkeit noch vorausgeschickt: 

Zitat:Bürgermeister ist dort Peter Pagitsch (ÖVP), der bei der Bürgermeisterdirektwahl 2009 mit 88,2 Prozent gewählt wurde. 2009 trat er jedoch ohne Gegenkandidaten an.
Bei der letzten Gemeinderatswahl 2009 erreichte die ÖVP 70,7 Prozent bzw. neun Mandate
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Sch%C3%B6ne...erreich%29

Also: Die "Wirtschaftspartei ÖVP" beauftragt eine tschechische Firma mit der Durchführung der Montage; geht's noch perverser??? Dies in einer Region, wo es ohnehin mit Arbeit allgemein nicht gerade zum Besten bestellt ist!
Diese tschechische Firma baut offensichtlich Mist; jetzt wird's lustig mit den Haftungen! Nicht nur was die (offensichtlich) stümperhafte Arbeit selbst angeht; sondern auch ganz speziell um die verletzten Männer (Spitals-, Heilungskosten; Schmerzensgeld)!

Wie predigten schon unsere Altvorderen??? "Wer billig kauft, kauft teuer"; oder wie ich's zu sagen pflege: "Wer mit Bananen bezahlt wird Affen kriegen"!
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#2
 
Die Gemeindebauten Wiener Wohnen sparen schon seit Jahren , wo es nur geht !
Selbst die Reinigungsfirmen kommen nur mehr alle 14 T. - zumindest bei uns im Bau , wie es in der Zwischenzeit aussieht Interessiert dort keinem mehr
Hausbesorger gibt es keine mehr ( eher nur selten )
Selbst schöne angepflanzte Blumen gibt es bei uns nicht mehr , nur mehr eher verwurschelte Sträucher , aber bei der Jahresabrechnung
stehen für die Gartenbetreuung Unsummen , WOZU weis ich nicht ,nur für das Grasmähen und das geschieht auch nicht mehr so oft ... unsw.....

Also ich glaube ob das ein Schwarzer oder Roter in Auftrag gibt , ist schon blunzn , die blöden dabei sind sowieso die Mieter beim zahlen
zumindest holen sie sich das Geld bei den Betriebskosten ... den WER will das wirklich Überprüfen ???  Ärgern

Aber dein geschieldeter Fall wird Teuer ... Vergönn ich denen --- Leid tun mir nur die 4 Herren ,die zum Handkuss kamen !!!

PS: Habe vergessen zu erwähnen , das diese Arbeiten die verrichtet werden , ich noch nie einen Östrr. gesehen habe !
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#3
Also mit der Mietkostenabrechnung kann man bei Zweifeln zur Mietervereinigung oder zum Mieterkommittee des betreffenden Gemeindebaus gehen, damit die das überprüfen, bzw. hinterfragen.
Man kann auch ohne Hund leben, es lohnt sich nur nicht.
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#4
(14.06.2015, 18:00)Bengelchen8 schrieb:
Zitat:Quelle: http://www.krone.at/Oesterreich/Fluchtst...ory-457850
Fluchtstiege eingestürzt: Vier Männer verletzt

Große Aufregung hat am Sonntag in Oberösterreich geherrscht: Die Außenstiege eines Gemeindehauses war zu Mittag plötzlich eingestürzt. Vier ortsansässige Männer im Alter von 17, 46, 53 und 58 Jahren fielen mehrere Meter in die Tiefe. Die vier Verletzten wurden ins Krankenhaus gebracht. Die Polizei hat Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet.

In dem Gemeindehaus in Afiesl/Schönegg im Bezirk Rohrbach sollte am Sonntag ein neu eingerichteter Raum für eine Kinderspielgruppe im Dachgeschoß feierlich eingeweiht werden. Aufgrund einer behördlichen Anordnung sei bei der Errichtung des Raumes eine sogenannte Fluchtstiege an der Rückseite des Gebäudes angebracht worden, informierte die Landespolizeidirektion Oberösterreich. Die Stiege wurde von einer tschechischen Firma montiert.
Als die vier Oberösterreicher die Stiege gegen 12.45 Uhr betraten, um den neuen Raum zu besichtigen, gab die an der Mauer angebrachte Befestigung plötzlich nach und die Metallkonstruktion krachte zu Boden. "Nur durch einen glücklichen Umstand befanden sich keine Personen unter der Stiege", berichtete die Polizei. Die Ursache des Einsturzes soll nun ein Sachverständiger klären.

Dazu noch eine nicht unwichtige Kleinigkeit noch vorausgeschickt: 


Zitat:Bürgermeister ist dort Peter Pagitsch (ÖVP), der bei der Bürgermeisterdirektwahl 2009 mit 88,2 Prozent gewählt wurde. 2009 trat er jedoch ohne Gegenkandidaten an.
Bei der letzten Gemeinderatswahl 2009 erreichte die ÖVP 70,7 Prozent bzw. neun Mandate
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Sch%C3%B6ne...erreich%29

Also: Die "Wirtschaftspartei ÖVP" beauftragt eine tschechische Firma mit der Durchführung der Montage; geht's noch perverser??? Dies in einer Region, wo es ohnehin mit Arbeit allgemein nicht gerade zum Besten bestellt ist!
Diese tschechische Firma baut offensichtlich Mist; jetzt wird's lustig mit den Haftungen! Nicht nur was die (offensichtlich) stümperhafte Arbeit selbst angeht; sondern auch ganz speziell um die verletzten Männer (Spitals-, Heilungskosten; Schmerzensgeld)!

Wie predigten schon unsere Altvorderen??? "Wer billig kauft, kauft teuer"; oder wie ich's zu sagen pflege: "Wer mit Bananen bezahlt wird Affen kriegen"!

Die Frage ist...

ob sie nicht sogar musste!
Auch Gebietskörperschaften sind zur europaweiten Ausschreibung verpflichtet, sofern die Investition einen gewissen Wert übersteigt und dann ist sie auch verpflichtet, dass beste Preis-Leistungs-Verhältnis anzunehmen - ohne Rücksicht auf die Herkunft.

Da so ein kleines Dorf, sicher nicht über die entsprechenden juristischen Fähigkeiten verfügt eine Ausschreibung so zu gestalten, dass sie bspw. tschechische Firmen rechtskonform ausschließen, kommt es halt wie es kommen muss.
VIVERE ET VINCERE
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#5
(14.06.2015, 23:49)gloriaviennae schrieb: Also mit der Mietkostenabrechnung kann man bei Zweifeln zur Mietervereinigung oder zum Mieterkommittee des betreffenden Gemeindebaus gehen, damit die das überprüfen, bzw. hinterfragen.

Mietervereinigung ist durchaus ok, aber ein Mieterkommittee in einem Gemeindebau, höre ich zu ersten mal.

Besser ist sowieso eine gute Rechtsschutzversicherung und ein guter Anwalt.
VIVERE ET VINCERE
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#6
Von einem Mieterkommitee habe ich in 27J. seit ich bei WW wohne noch nie etwas gehört ??
Vorallem bekommt ,wenn man sich erkundigt sowieso nur die Lapidare Antwort -- Tja , das wurde für ihren Bau wo sie wohnen so errechnet --
Mit denen braucht man sich nicht Anlegen !
Aber es ging ja um die Arbeitskräfte , seit es kaum mehr HB gibt , das habe ich hptsl. angemerkt ...
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#7
Zitat:Die Frage ist...


ob sie nicht sogar musste!
Auch Gebietskörperschaften sind zur europaweiten Ausschreibung verpflichtet, sofern die Investition einen gewissen Wert übersteigt und dann ist sie auch verpflichtet, dass beste Preis-Leistungs-Verhältnis anzunehmen - ohne Rücksicht auf die Herkunft.

Da so ein kleines Dorf, sicher nicht über die entsprechenden juristischen Fähigkeiten verfügt eine Ausschreibung so zu gestalten, dass sie bspw. tschechische Firmen rechtskonform ausschließen, kommt es halt wie es kommen muss.


Nö, mussten sie nicht!
Europaweite Ausschreibungen bei öffentlichen Aufträgen sind dann verpflichtend wenn sie die sogenannten "Schwellenwerte" überschreiten!

Zitat:Quelle:http://de.wikipedia.org/wiki/Ausschreibung
Ausschreibungen ab den Schwellenwerten

Für Ausschreibungen ab den Schwellenwerten (oft auch fälschlicherweise „Europaweite Ausschreibung“ genannt) gelten die Regeln des „Government Procurement Agreement“ (GPA). Das Government Procurement Agreement,[sup][1][/sup] auf Deutsch „Regierungsbeschaffungsvereinbarung“, ist eine Vereinbarung der Europäischen Union und weiterer 14 Mitglieder der Welthandelsorganisation, Armenien, Kanada, Hong-Kong-China, Island, Israel, Japan, Korea, Liechtenstein, die niederländische Karibikinsel Aruba, Norwegen, Singapur, Schweiz, Taiwan, USA, über die diskriminierungsfreie, transparente und rechtsstaatliche Vergabe von öffentlichen Aufträgen. In dieser Vereinbarung ist die Auftragshöhe festgeschrieben, ab der die Regeln gelten sollen. Die sogenannten Schwellenwerte beziehen sich also auf die Auftragshöhe, zum Beispiel 207.000 EUR für Lieferleistungen und 5.186.000 EUR für Bauleistungen.
Glaub kaum dass diese Treppe auch nur annähernd an diese Summe kam:
[img]http://[Bild: 96lhlajd.jpg][/img]

Beim Betrachten dieses Bildes konnte ich nur noch ungläubig den Kopf schütteln! Das kapiert ein Laie, dass DAS nicht halten konnte!
Hab mich mal bei einem Bekannten erkundigt (hat eine Treppenbaufirma); so eine Treppe kostet ca. 10.000,- Euro in der Anschaffung, plus Montagekosten (~2.500,- Euro).
Man muss sich ja nur den oberen Plateauträger ansehen: Allerbilligste Ausführung! Ein schlichter Querträger noch dazu ohne Stützverstrebung nach unten mit viel zu kurzen Dübeln "verankert"!
Da musste man ja schon Angst haben dass das Ding nur vom Hinsehen runterkracht!
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#8
Ironischerweise schätzt der Auftraggeber selbst den möglichen Wert des Auftrages ein und wählt das dementsprechend das Vergabeverfahren.

Und die von dir angeführten Grenzen sind der obere Schwellenbereich!

Es gibt aber auch einen Unterschwellenbereich! 


Zitat:Im Unterschwellenbereich bestehen folgende Regelungen:

Eine Direktvergabe ist möglich
  • bei Liefer-, Bau- und Dienstleistungsaufträgen bis zu einem geschätzten Auftragswert von € 100.000,--
Ein Verhandlungsverfahren ohne vorherige Bekanntmachung ist möglich 
  • bei Liefer- und Dienstleistungsaufträgen bis zu einem geschätzten Auftragswert von € 100.000,-- und
  • bei Bauaufträgen bis zu einem geschätzten Auftragswert von € 100.000,--
Es sind dabei mindestens 3 Angebote einzuholen und es sollten auch kleine und mittlere Unternehmer ausreichend berücksichtigt werden. Wenn Leistungen, insbesondere geistigen Dienstleistungen dergestalt sind, dass eine vertragliche Beschreibung des Leistungsgegenstandes im vorhinein in der Weise nicht eindeutig erfolgen kann, dass eine Vergabe im offenen oder nicht-offenen Verfahren möglich ist, muss sogar das Verhandlungsverfahren gewählt werden.

https://www.wko.at/Content.Node/Service/...gswer.html

Jetzt mag es zwar durchaus stimmen, dass die Treppe summa summarum nur 13.000 Euro kostet. Aber wenn der Sachbearbeiter "schätzt", dass dies knapp oder über die 100.000 Euro kosten könnte, sieht er sich gemüßigt ein Ausschreibungsverfahren einzuleiten.
Das sagt zwar einiges über die Kompetenz der zuständigen Stelle aus, ist aber auch unter den Grenzwerten fast ein Muss. Gibt es doch das Sparsamkeitsgebot seitens der Bundesregierung (sic!) und klamme Kassen bei den kleinen Gemeinden. 
Selbst wenn also das Gemeindeamt schätzt, dass der Umbau max. 30.000 Euro kostet, wählen die meisten trotzdem ein Ausschreibungsverfahren um den Preis zu drücken. Ist der Auftrag aber ausgeschrieben, gibt es ein Diskriminierungsverbot. Das heiß, es dürfen ausländische Anbieter nicht übergangen werden.
VIVERE ET VINCERE
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#9
(15.06.2015, 11:31)Bengelchen8 schrieb:
Zitat:Die Frage ist...


ob sie nicht sogar musste!
Auch Gebietskörperschaften sind zur europaweiten Ausschreibung verpflichtet, sofern die Investition einen gewissen Wert übersteigt und dann ist sie auch verpflichtet, dass beste Preis-Leistungs-Verhältnis anzunehmen - ohne Rücksicht auf die Herkunft.

Da so ein kleines Dorf, sicher nicht über die entsprechenden juristischen Fähigkeiten verfügt eine Ausschreibung so zu gestalten, dass sie bspw. tschechische Firmen rechtskonform ausschließen, kommt es halt wie es kommen muss.


Nö, mussten sie nicht!
Europaweite Ausschreibungen bei öffentlichen Aufträgen sind dann verpflichtend wenn sie die sogenannten "Schwellenwerte" überschreiten!



Zitat:Quelle:http://de.wikipedia.org/wiki/Ausschreibung
Ausschreibungen ab den Schwellenwerten

Für Ausschreibungen ab den Schwellenwerten (oft auch fälschlicherweise „Europaweite Ausschreibung“ genannt) gelten die Regeln des „Government Procurement Agreement“ (GPA). Das Government Procurement Agreement,[sup][1][/sup] auf Deutsch „Regierungsbeschaffungsvereinbarung“, ist eine Vereinbarung der Europäischen Union und weiterer 14 Mitglieder der Welthandelsorganisation, Armenien, Kanada, Hong-Kong-China, Island, Israel, Japan, Korea, Liechtenstein, die niederländische Karibikinsel Aruba, Norwegen, Singapur, Schweiz, Taiwan, USA, über die diskriminierungsfreie, transparente und rechtsstaatliche Vergabe von öffentlichen Aufträgen. In dieser Vereinbarung ist die Auftragshöhe festgeschrieben, ab der die Regeln gelten sollen. Die sogenannten Schwellenwerte beziehen sich also auf die Auftragshöhe, zum Beispiel 207.000 EUR für Lieferleistungen und 5.186.000 EUR für Bauleistungen.
Glaub kaum dass diese Treppe auch nur annähernd an diese Summe kam:
[img]http://[Bild: 96lhlajd.jpg][/img]

Beim Betrachten dieses Bildes konnte ich nur noch ungläubig den Kopf schütteln! Das kapiert ein Laie, dass DAS nicht halten konnte!
Hab mich mal bei einem Bekannten erkundigt (hat eine Treppenbaufirma); so eine Treppe kostet ca. 10.000,- Euro in der Anschaffung, plus Montagekosten (~2.500,- Euro).
Man muss sich ja nur den oberen Plateauträger ansehen: Allerbilligste Ausführung! Ein schlichter Querträger noch dazu ohne Stützverstrebung nach unten mit viel zu kurzen Dübeln "verankert"!
Da musste man ja schon Angst haben dass das Ding nur vom Hinsehen runterkracht!



Das Leben ist ein Traum, bis der Wecker abgeht
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