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Nostalgisches aus unserem Leben und Österreich
#91
(03.08.2019, 14:03)Daisy schrieb:
(03.08.2019, 11:27)shalimar schrieb:
(03.08.2019, 10:52)Daisy schrieb:
(03.08.2019, 07:36)soistes1949 schrieb: Höhere Bildung - Weniger gesunder Hausverstand

Hast Du dafür ein Beispiel?

unzählige, denn die sogen. "höhere bildung" findet meist nur in 1-2 sparten statt. in diesen sind die leute dann "experten", überhaupt frisch von der jeweiligen ausbildung, ohne praxis, aber vollgestopft mit theoretischem wissen und voll fixiert auf selbiges. nur lässt sich nicht alles mit diesem schulwissen so erledigen, dass es auch funktioniert.

Vielleicht verstehe ich Euren Ausdruck "Hausverstand" nicht richtig; ich hatte den bisher unter Allgemeinbildung bzw. Menschenverstand abgelegt. Und ich denke nicht, dass man den ablegt oder vermindert, nur weil man sich zusätzlich in einem Spezialgebiet weiterbildet. So, wie es oben steht, sieht es aus, als ob jeder, der ein bisschen mehr Grips in der Birne hat, automatisch grundlegende Eigenschaften verlernt.

Ich schätze einmal, dass man unter "Hausverstand" ein praxisbezogenes Denken und Handeln versteht, das im Alltagsleben funktioniert. Wenn man jetzt seinen Verstand in anderen Bereichen, die vielleicht eher theoretischer Natur sind, ausbildet und einen erheblichen Teil der Zeit damit verbringt, kann es durchaus sein, dass man dieses praxisbezogene und alltagstaugliche Denken entweder nur in unzureichendem Ausmaß entwickelt oder vielleicht sogar - soferne es schon vorhanden war - mangels Anwendung teilweise wieder verlernt. So wie man ja in jeder Tätigkeit, die man nur selten ausübt, eher ungeschickt ist. Man kann dann vielleicht trefflich und wortreich über die Interpretation von Gesetzen oder die Entwicklung der Wirbellosen diskutieren, einen Nagel in die Wand zu schlagen wird aber oft mit einem blauen Daumennagel bezahlt. Winken
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#92
(03.08.2019, 14:03)Daisy schrieb:
(03.08.2019, 11:27)shalimar schrieb:
(03.08.2019, 10:52)Daisy schrieb:
(03.08.2019, 07:36)soistes1949 schrieb: Höhere Bildung - Weniger gesunder Hausverstand

Hast Du dafür ein Beispiel?

unzählige, denn die sogen. "höhere bildung" findet meist nur in 1-2 sparten statt. in diesen sind die leute dann "experten", überhaupt frisch von der jeweiligen ausbildung, ohne praxis, aber vollgestopft mit theoretischem wissen und voll fixiert auf selbiges. nur lässt sich nicht alles mit diesem schulwissen so erledigen, dass es auch funktioniert.

Vielleicht verstehe ich Euren Ausdruck "Hausverstand" nicht richtig; ich hatte den bisher unter Allgemeinbildung bzw. Menschenverstand abgelegt. Und ich denke nicht, dass man den ablegt oder vermindert, nur weil man sich zusätzlich in einem Spezialgebiet weiterbildet. So, wie es oben steht, sieht es aus, als ob jeder, der ein bisschen mehr Grips in der Birne hat, automatisch grundlegende Eigenschaften verlernt.

ein abgeschlossenes studium bedeutet noch lange nicht, dass man "mehr grips" in der birne hat, sondern dass man in 1-2 bereichen brav gelernt und mehr oder weniger positiv die prüfungen geschafft hat. der grips dokumentiert sich dann, ob und wie man das gelernte anwenden kann. und wenns nicht auf punkt und beistrich nach dem lehrbuch geht, wäre halt der hausverstand für lösungsorientiertes handeln gefragt.
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#93
(03.08.2019, 21:25)shalimar schrieb: ein abgeschlossenes studium bedeutet noch lange nicht, dass man "mehr grips" in der birne hat, sondern dass man in 1-2 bereichen brav gelernt und mehr oder weniger positiv die prüfungen geschafft hat. der grips dokumentiert sich dann, ob und wie man das gelernte anwenden kann. und wenns nicht auf punkt und beistrich nach dem lehrbuch geht, wäre halt der hausverstand für lösungsorientiertes handeln gefragt.

Ich würde sagen, umgekehrt wird ein Schuh daraus: Man wählt ein Studium in einem Fachbereich aus, zu dem man schon vorher/schon immer eine gewisse Affinität hatte und baut seinen Hausverstand darüber weiter aus. Wieso klingt es in Deinen Antworten so abwertend, wenn jemand studiert hat?
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#94
(03.08.2019, 21:40)Daisy schrieb:
(03.08.2019, 21:25)shalimar schrieb: ein abgeschlossenes studium bedeutet noch lange nicht, dass man "mehr grips" in der birne hat, sondern dass man in 1-2 bereichen brav gelernt und mehr oder weniger positiv die prüfungen geschafft hat. der grips dokumentiert sich dann, ob und wie man das gelernte anwenden kann. und wenns nicht auf punkt und beistrich nach dem lehrbuch geht, wäre halt der hausverstand für lösungsorientiertes handeln gefragt.

Ich würde sagen, umgekehrt wird ein Schuh daraus: Man wählt ein Studium in einem Fachbereich aus, zu dem man schon vorher/schon immer eine gewisse Affinität hatte und baut seinen Hausverstand darüber weiter aus. Wieso klingt es in Deinen Antworten so abwertend, wenn jemand studiert hat?

das ist keineswegs abwertend gemeint. ich erstarre nur nicht vor ehrfurcht, bloss weil jemand studiert hat. dazu habe ich zuviele Mag. und MMag. erlebt, die sich im berufsleben sowas von patschert angestellt haben.
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