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Abschied vom Bargeld?
#71
Die genannte Lagarde im Jahr 2013, wo schon bei Jedem alle Alarmglocken Sturm läuten sollten:

https://diepresse.com/home/wirtschaft/in...-enteignen

Zur Auffrischung derer nur ruhend gestellten Ideen, ist ja schon eine Weile her... Ärgern
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#72
Ohne Bargeld kann man nicht mehr bestohlen werden?

IRRTUM!


https://t.me/unzensiert/8548
Das Leben ist ein Traum, bis der Wecker abgeht
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#73
(26.07.2019, 11:16)energy007 schrieb: Ohne Bargeld kann man nicht mehr bestohlen werden?

IRRTUM!


https://t.me/unzensiert/8548


Die Webseite kann nicht angezeigt werden
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#74
Wenn es kein Bargeld mehr gibt, ist man schon der Bestohlene.
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#75
Frau Lagarde und ihr Misstrauen gegen Bargeld

Beschädigt ist die Europäische Zentralbank durch den unappetitlichen politischen Kuhhandel um die EU-Institutionen, in die sie da hineingezogen wurde, jedenfalls: Das Märchen von der politisch unabhängigen Notenbank kann man sich jetzt endgültig abschminken.

Für die aktuelle Politik der solcherart an die EZB-Spitze gehievten IWF-Chefin Christine Lagarde wird das freilich keinen großen Unterschied machen:
Die EZB hat sich schon so tief in ihre Gelddruck- und Nullzinspolitik verstrickt, dass niemand mehr eine Idee hat, wie man da ohne große Kollateralschäden für Wirtschaft und Währung wieder herauskommen könnte.

Man wird in den nächsten Jahren also „more of the same“ sehen. Auch der unterlegene Lagarde-Gegenspieler Jens Weidmann, ein deutscher „Zinsfalke“, hätte kurzfristig nicht groß an der Zinsschraube drehen können. Wenngleich: Bei der anstehenden Milliardenumverteilung in Richtung „Club Med“ hätte er wohl wenigstens bremsend eingegriffen.

Die EZB wird unter Christine Lagarde also die Zinsen mittelfristig bei null halten und Anleihekäufe massiv fortsetzen.
Und wie ihr Vorgänger, „whatever it takes“, einsetzen, um die lockerer wirtschaftenden Euro-Volkswirtschaften per versteckter Staatsfinanzierung am Leben zu halten.
Sie wird allerdings bald vor einem größeren Dilemma stehen: Was wir derzeit sehen, ist ein Vollkrisenmodus mitten in der Hochkonjunktur.
Diese flaut jedoch gerade langsam ab. Die nächste Rezession kommt so sicher wie der nächste Regen.

Und da ist es spannend, was die Institution, der die neue EZB-Chefin bisher vorgestanden ist, zu solchen Fällen sagt: Typischerweise, so heißt es in einem IWF-Working-Paper von Ende April dieses Jahres („Enabling Deep Negative Rates to Fight Recession: A Guide“), seien in solchen Fällen in entwickelten Volkswirtschaften Leitzinssenkungen um bis zu sechs Prozentpunkte notwendig.

Blöde Geschichte: Der Leitzins ist schon bei null, man würde also – eine ausgesprochene Perversion in unserem Finanzsystem – einen negativen Leitzins von bis zu sechs Prozent benötigen.
Das würde bedeuten, dass Sparen, aber auch kapitalgedeckte Altersvorsorge nicht mehr möglich wären.
Die Sache hat allerdings einen Haken: Jeder Private und jeder Unternehmer, der bei Trost ist, würde in einem solchen Fall sein Geld von der Bank holen und im Safe bunkern.

Solche Negativzinsen sind also nicht machbar, solange Bargeld existiert.
Bargeld abzuschaffen geht in vielen Ländern, vor allem in Deutschland und Österreich, ohne Volksaufstand aber auch nicht.

Der IWF der Christine Lagarde hat dafür freilich schon einen Plan in der Tasche: Eine Trennung von Bar- und elektronischem Geld,
wobei Bargeld gegenüber den mit Negativzinsen belasteten Einlagen jährlich um den Wert dieser Negativzinsen abgewertet würde.
Ein zu Hause gebunkerter 100-Euro-Schein wäre ein Jahr später zwar immer noch ein 100-Euro-Schein, man würde dafür aber nur noch Waren im Wert von 94 Euro bekommen.

Genial aus Sicht des IWF, ein Tiefschlag gegen alle, die sich ein bisschen zur Seite gelegt haben.
Das Ganze ist natürlich ein Extremszenario, das nicht heute oder morgen eintreten wird.
Und IWF-Working-Papers tragen den Disclaimer, dass sie nicht unbedingt mit der Meinung der IWF-Spitze übereinstimmen müssen.
Da diese und ähnliche Ideen aber zu Dutzenden auf der Homepage des Währungsfonds zu finden sind, werden sie wohl nicht gerade auf rasende Ablehnung der bisherigen Chefin gestoßen sein.

Wir wissen also ungefähr, was auf uns zukommt: Die Notenbanken sind mit ihrem Latein am Ende, die Schuldenorgien der
reformunwilligen Staaten werden wohl per Abschöpfung der Guthaben der Eurozonenbürger bezahlt werden.
Und die neue Chefin bringt von ihrem früheren Job umfassendes theoretisches Wissen mit, wie man solches bewerkstelligt,
ohne dass die Bürger den Notenbankern per Bargeldhortung eine lange Nase drehen können.
Schöne Aussichten sind das nicht.

https://diepresse.com/home/meinung/komme...en-Bargeld
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#76
Und, was sagst DU dazu?
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#77
(01.09.2019, 15:09)brela schrieb: Frau Lagarde und ihr Misstrauen gegen Bargeld

Beschädigt ist die Europäische Zentralbank durch den unappetitlichen politischen Kuhhandel um die EU-Institutionen, in die sie da hineingezogen wurde, jedenfalls: Das Märchen von der politisch unabhängigen Notenbank kann man sich jetzt endgültig abschminken.

Für die aktuelle Politik der solcherart an die EZB-Spitze gehievten IWF-Chefin Christine Lagarde wird das freilich keinen großen Unterschied machen:
Die EZB hat sich schon so tief in ihre Gelddruck- und Nullzinspolitik verstrickt, dass niemand mehr eine Idee hat, wie man da ohne große Kollateralschäden für Wirtschaft und Währung wieder herauskommen könnte.

Man wird in den nächsten Jahren also „more of the same“ sehen. Auch der unterlegene Lagarde-Gegenspieler Jens Weidmann, ein deutscher „Zinsfalke“, hätte kurzfristig nicht groß an der Zinsschraube drehen können. Wenngleich: Bei der anstehenden Milliardenumverteilung in Richtung „Club Med“ hätte er wohl wenigstens bremsend eingegriffen.

Die EZB wird unter Christine Lagarde also die Zinsen mittelfristig bei null halten und Anleihekäufe massiv fortsetzen.
Und wie ihr Vorgänger, „whatever it takes“, einsetzen, um die lockerer wirtschaftenden Euro-Volkswirtschaften per versteckter Staatsfinanzierung am Leben zu halten.
Sie wird allerdings bald vor einem größeren Dilemma stehen: Was wir derzeit sehen, ist ein Vollkrisenmodus mitten in der Hochkonjunktur.
Diese flaut jedoch gerade langsam ab. Die nächste Rezession kommt so sicher wie der nächste Regen.

Und da ist es spannend, was die Institution, der die neue EZB-Chefin bisher vorgestanden ist, zu solchen Fällen sagt: Typischerweise, so heißt es in einem IWF-Working-Paper von Ende April dieses Jahres („Enabling Deep Negative Rates to Fight Recession: A Guide“), seien in solchen Fällen in entwickelten Volkswirtschaften Leitzinssenkungen um bis zu sechs Prozentpunkte notwendig.

Blöde Geschichte: Der Leitzins ist schon bei null, man würde also – eine ausgesprochene Perversion in unserem Finanzsystem – einen negativen Leitzins von bis zu sechs Prozent benötigen.
Das würde bedeuten, dass Sparen, aber auch kapitalgedeckte Altersvorsorge nicht mehr möglich wären.
Die Sache hat allerdings einen Haken: Jeder Private und jeder Unternehmer, der bei Trost ist, würde in einem solchen Fall sein Geld von der Bank holen und im Safe bunkern.

Solche Negativzinsen sind also nicht machbar, solange Bargeld existiert.
Bargeld abzuschaffen geht in vielen Ländern, vor allem in Deutschland und Österreich, ohne Volksaufstand aber auch nicht.

Der IWF der Christine Lagarde hat dafür freilich schon einen Plan in der Tasche: Eine Trennung von Bar- und elektronischem Geld,
wobei Bargeld gegenüber den mit Negativzinsen belasteten Einlagen jährlich um den Wert dieser Negativzinsen abgewertet würde.
Ein zu Hause gebunkerter 100-Euro-Schein wäre ein Jahr später zwar immer noch ein 100-Euro-Schein, man würde dafür aber nur noch Waren im Wert von 94 Euro bekommen.

Genial aus Sicht des IWF, ein Tiefschlag gegen alle, die sich ein bisschen zur Seite gelegt haben.
Das Ganze ist natürlich ein Extremszenario, das nicht heute oder morgen eintreten wird.
Und IWF-Working-Papers tragen den Disclaimer, dass sie nicht unbedingt mit der Meinung der IWF-Spitze übereinstimmen müssen.
Da diese und ähnliche Ideen aber zu Dutzenden auf der Homepage des Währungsfonds zu finden sind, werden sie wohl nicht gerade auf rasende Ablehnung der bisherigen Chefin gestoßen sein.

Wir wissen also ungefähr, was auf uns zukommt: Die Notenbanken sind mit ihrem Latein am Ende, die Schuldenorgien der
reformunwilligen Staaten werden wohl per Abschöpfung der Guthaben der Eurozonenbürger bezahlt werden.
Und die neue Chefin bringt von ihrem früheren Job umfassendes theoretisches Wissen mit, wie man solches bewerkstelligt,
ohne dass die Bürger den Notenbankern per Bargeldhortung eine lange Nase drehen können.
Schöne Aussichten sind das nicht.

https://diepresse.com/home/meinung/komme...en-Bargeld



Diese Lagarde gehört an den Pranger wie im Mittelalter die Hexen!!!

Ein aktueller Artikel in den OÖN:
Neuer OeNB-Chef beruhigt: "Bargeld bleibt"

31. August 2019 00:04 Uhr

WIEN. Ex-Weltbankdirektor Robert Holzmann folgt am Sonntag, 1. September, Ewald Nowotny nach.

[*] 

"Bargeld ist als Zahlungsmittel unverzichtbar", sagt Robert Holzmann. Der ehemalige Direktor der Weltbank folgt morgen, Sonntag, Ewald Nowotny als Gouverneur der Österreichischen Nationalbank (OeNB) nach. In dieser Funktion wird er auch dem Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) angehören.

Bargeld habe als weitgehend betrugssicheres Zahlungsmittel eine wesentliche Funktion im Wirtschaftssystem, sagte Holzmann am Freitag.


"Vorstöße in Richtung Abschaffung dieses so wichtigen Zahlungsmittels ergeben hier keinen Sinn." In Österreich würden mehr als 80 Prozent aller Transaktionen mit Bargeld erfolgen. Das entspreche zwei Dritteln des gesamten Zahlungsvolumens.

Insbesondere beim Begleichen von Kleinstbeträgen stelle Bargeld das mit Abstand kostengünstigste Zahlungsmittel dar. Es erfülle auch eine wichtige Funktion bei Notfällen. Durchschnittlich führe jeder Österreicher einen Betrag von 90 Euro mit sich.
Nowotny: Flexible Teuerungsrate

Holzmann verweist weiters auf die demokratiepolitische Funktion von Bargeld: Es könne auch von Personen verwendet werden, die keinen oder nur einen eingeschränkten Zugang zu elektronischen Zahlungsmitteln haben.

Der scheidende OeNB-Chef Ewald Nowotny hat am Freitag beim Forum Alpbach seinen letzten öffentlichen Auftritt absolviert. Dabei setzte er sich erneut für eine Reform des EZB-Inflationsziels ein: Die EZB will die Teuerungsrate nahe zwei Prozent halten und damit Preisstabilität garantieren.

Nowotny fordert ein flexibleres Ziel, weil es einen langfristigen Trend zu niedrigeren Inflationsraten gebe. Die Gründe dafür seien hohe Spareinlagen, eine ungleiche Einkommensverteilung und technologischer Wandel. So wäre etwa ein Teuerungsziel von zwei Prozent mit einem Spielraum von einem bis drei Prozent denkbar.



---------------------------------------------
Bei mir hatte vor zwei Wochen ein BAWAG-Bankomat ein momentanes blackout, noch vor der PIN-Eingabe. Karte rein, plötzlich Flackern am Bildschirm und Ausfall. Nach dem Neustart nach etlichen Minuten blieb die Karte drin. Sofortiger Anruf bei der Nummer, welche am Bankomaten für Störungsfälle angegeben war. "Da muss ein Techniker kommen, der das Gerät öffnen darf und die Karte wird dann an ihre Bank gesandt..." Ich: "Häh? ich wohne 300 Meter entfernt, der braucht mich nur eine Stunde vorher anrufen, ich warte vor Ort mit der abgelaufenen, aber sonst gleichen Karte samt Reisepass zur Legitimation als Eigentümer!" Es wurde zwar meine Telefonnummer abgefragt, aber es kam kein Anruf, Danke sehr. Mit Hürden und dank der alten Karte als Beweis als Kontoinhaber konnte ich mir in Linz dann Bargeld am Schalter beheben, da meine Hausbank in Tirol ist und bei Raiffeisen das ja eigenständige Landesgesellschaften sind. Natürlich habe ich das dem Filialleiter in Innsbruck auch gemeldet und der hat mich sogar angemailt, dass die geborgene Karte nun von Innsbruck zu mir nach Linz am Weg ist, am Freitag hatte ich sie im Briefkasten. Ich wäre bei einem Anruf locker rechtzeitig selbst vor dem Bankomaten gewesen, in dem Einkaufszentrum "Lentia" sind da Sitzgelegenheiten davor, da schmökere ich halt eine Weile etwa in der ÖS am Smartphone, bis der Lümmel auftaucht. Lachen
Was ist, wenn mir das im Ausland passiert? Karte weg und fertig, die BAWAG hat sich nicht mal entschuldigt für ihren eindeutigen Fehler. 

Ich habe nicht 5 verschiedene Kreditkarten auf Reserve und finde Bares als unverzichtbar, was der Hexe da vorschwebt, ist ja DDR 5.0!  Dash2 Dash2 Dash2

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#78
Da eröffne ich für meine Tochter ein Wertpapierdepot in Moskau. Und ihr Opa schenkt ihr Aktien von Gazprom Zwinkern
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#79
Ein guter Leserbrief in den gestrigen OÖN, wobei der Leser da immerhin noch mit Bargeld arbeiten konnte. Aber nach den Vorstellungen einiger Bargeldfeinde bräuchte da jeder Würstelstandbetreiber einen Online-Kartenleser neben der Frittierwanne, na Mahlzeit...

Bei der interessanten Ruder-WM in Ottensheim habe ich Hunger.

[*] 

In der Pause suche ich mir den Würstlstand und bitte um Bratwürstl. „Sie brauchen ein Markerl, das bekommen Sie gegenüber bei der Kassa“, wird mir gesagt.
Ich gehe quer über die Halle und frage … „Da müssen Sie Ihre Besuchercard aufladen, da drüben ist der Stand!“ Ich gehe wieder quer außerhalb der Halle und bitte um Aufladung für Bratwürstl. „Wie viel kosten diese?“, fragt mich der Mann im kleinen Hüttchen. „Weiß ich nicht genau“, meine Antwort.
„Laden Sie einfach zehn Euro, den Rest bekommen Sie wieder zurück!“, sagt der Kassier. Nach der Aufladung sagt er: „Sie haben jetzt 7,50 Euro drauf, Sie können …“ „Warum nur 7,50?“ … „Ja, 2,50 ist die Gebühr für die Grundaufladung, steht da seitlich auf dem Zettel angeschlagen!“ Kopfschüttelnd gehe ich wieder zurück zur Markerlausgabe. Der Betrag für Bratwürstl wird mit einem Scanner abgebucht, und ich gehe wieder quer über die Halle zum Würstlstand. Beim Anstellen bemerke ich, auf dem Zettelchen steht drauf „Frankfurter“ … Na dann Frankfurter, denk ich mir, der Hunger ist schon größer geworden.
Ich reiche mein Markerl der Ausgeberin und sage so nebenbei: „Eigentlich habe ich Bratwürstl bezahlt, aber jetzt ist mir eh alles recht.“ Die nette ältere Frau sagt: „Ich gebe Ihnen Bratwürstl, wenn Sie diese bezahlt haben!“ …
Danke! Na, denk ich mir, es gibt noch handfeste Menschen … So, und jetzt wieder die zwei Euro rückbuchen lassen … wie kompliziert … Geht’s noch umständlicher? Zum Vergleich: Bei der Biathlon-WM in Hochfilzen ging ich zum Standl, bestellte und bezahlte … ähnlich in Kitzbühel … Manche sogenannten Fortschritte sind eher rückschrittlich verkompliziert!
Paul Grüner, per E-Mail
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